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Home Flusenkram Kaum zu glauben Es steht geschrieben ... Wunder Letzte Aktualisierung: 09.02.2026 2:00 h | DAS GESETZ BRECHEN UM DAS GESETZ ZU ERHALTEN - REBEKKA UND JAKOB |
| Behauptet jemand, es sei gesetzmäßig, zu töten, obwohl die Gebote ausdrücklich sagen: „Du sollst nicht töten“, dann beschuldigt er das Gesetz und den Gott des Gesetzes der Unvollkommenheit. In Wirklichkeit sagt er damit, Gott sei nicht unendlich, also eigentlich gar kein Gott. Auch bedeutet dies, das ganze Zeugnis des Dienstes Christi zu leugnen. Diese Behauptung stellt die Wahrheit Gottes als eine Lüge hin. | |
| Satan möchte beweisen, daß das Gesetz gebrochen werden muß, damit es erhalten werden kann. Das Leben und die Lehren Christi beweisen aber das Gegenteil. Auch die Botschaft Gottes im Alten Testament beweist das Gegenteil. Hier wird die Geschichte zweier Menschen geschildert, die meinten, das Gesetz brechen zu müssen, um es ganz sicher zu erhalten. Damit niemand die Einstellung Gottes gegenüber solchen Handlungsweisen mißverstehen kann, wird auch berichtet, wie Gott sich in jenem Fall verhielt. | |
| Es handelt sich um die Geschichte von Jakob und seiner Mutter, die sich sehr bemühten, das verheißene Erstgeburtsrecht zu erlangen. Vor der Geburt der zwei Knaben erklärte Gott, der genau den Charakter eines jeden voraussehen konnte, daß nicht der ältere Sohn Esau, sondern Jakob das Erstgeburtsrecht erlangen sollte. | |
| 1. Mose 25:23 „Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leib, und zwei Stämme werden sich aus deinem Schoß scheiden; und ein Volk wird dem anderen überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ |
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| Ganz deutlich und richtig verstand Rebekka, daß dies eine Verheißung für Jakob war. Nicht Esau, sondern Jakob sollte das Erstgeburtsrecht haben. | |
| Ellen G. White in
Patriarchen und Propheten, S. 155 „Rebekka erinnerte sich jetzt der Worte des Engels, und sie deutete mit größerem Scharfblick als ihr Mann die Charakterzüge ihrer Söhne. Sie kam zu der Überzeugung, daß das Erbe der göttlichen Verheißung Jakob bestimmt war. Deshalb wiederholte sie Isaak die Worte des Engels, aber die Zuneigung des Vaters gehörte nun einmal dem älteren Sohn, und er blieb beharrlich bei seiner Absicht. Jakob wußte durch die Mutter von der göttlichen Ankündigung, daß ihm das Erstgeburtsrecht zufallen sollte. Und er war von unsagbarem Verlangen nach den Vorrechten erfüllt, die ihm damit übertragen würden.“ |
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| Gottes Wahl, Jakob das Erstgeburtsrecht erben zu lassen, war nicht willkürlich. Er gab diese Anweisung, weil er voraussah, daß Esau sich selbst für das Vorrecht dieses Besitzes unfähig machen würde. Ohne zu fragen, hätte Isaak diese Anweisung annehmen müssen; dies um so mehr, da Esaus Verhalten die Richtigkeit der Entscheidung Gottes bestätigte. Das Gesetz besagte, daß ein junger Mann, der eine heidnische Frau heiratete, damit alle Rechte der Erstgeburt verlor. Indem Esau gleich mehrere heidnische Frauen nahm, machte er die Sache noch schlimmer. | |
| 1. Mose 26:34 f. „Als aber Esau 40 Jahre alt war, nahm er Judith zur Frau, die Tochter Beris, des Hetiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hetiters; die bereiteten Isaak und Rebekka viel Herzenskummer. |
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| Nachdem Esau so gehandelt hatte, hätte Isaak streng das Gesetz befolgen sollen und seine Bevorzugung des Älteren aufgeben müssen. Anstatt Esau das Erstgeburtsrecht zu vererben, hätte er sich darauf vorbereiten sollen, den Segen auf Jakob auszusprechen. Aber er erlaubte seinen Gefühlen, sein Gewissen zu beherrschen, so daß er seinen eigenen Weg dem klaren Willen Gottes vorzog. | |
| Nach besten Kräften versuchte Rebekka ihren Einfluß auf Isaak auszuüben, um ihn von seiner festen Absicht, Esau zu segnen, abzubringen. Sie wies auf Esaus Interessenlosigkeit und auf seine Achtlosigkeit gegenüber der geistlichen Verantwortung hin, die in dem Erstgeburtsrecht eingeschlossen war. Sie erinnerte ihn an die Prophezeiung, die gegeben wurde, ehe die beiden Knaben geboren waren, und an die Ehe Esaus mit den heidnischen Frauen. Sie machte Isaak auf den grundverschiedenen Geist, auf die völlig andere Gesinnung und auf das geweihte Leben Jakobs aufmerksam. Alles Argumentieren und Bitten nützte aber nichts. | |
| Alles, was sie erreichte, war ein Aufschub des Tages, an dem der Segen ausgesprochen werden sollte. Als sich aber die Altersschwächen bei Isaak bemerkbar machten, erkannte er, daß er den Segen bald aussprechen mußte, da es sonst zu spät sein würde. Er beschloß, dies heimlich zu tun, und nicht, wie es üblich war, ein freudiges Familienfest zu veranstalten. Er rief Esau und wies ihn an, seine Waffen zu ergreifen und seine Lieblingsbeute zu jagen. Sie würden ein kleines Fest zusammen feiern, und nachher würde der Sohn den kostbaren Segen erhalten. Man muß beachten, daß Esau Interesse an dem materiellen Teil des Segens hatte, am geistlichen Segen aber lag ihm nichts. Rebekka hörte die angeblich geheimen Anweisungen, und es schauderte ihr bei dem Gedanken an die Folgen dieser Tat, die ihr Mann gerade verübte. | |
| Ellen G. White in
Patriarchen und Propheten, S. 175 „Rebekka ahnte etwas, und sie war fest davon überzeugt, daß dies gegen Gottes offenbarten Willen war. Isaak lief Gefahr, sich das göttliche Mißfallen zuzuziehen, indem er seinen jüngeren Sohn von der Stellung auszuschließen suchte, zu der Gott ihn berufen hatte. Und weil sie bis dahin Isaak nicht überzeugen konnte, nahm sie Zuflucht zur List.“ |
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| Sehr deutlich erkannte sie, daß Isaak im Begriff war, direkt gegen das Gesetz zu handeln, und damit Gottes Mißfallen erregte. Sie sah, daß diese Handlung Jakob des Segens berauben würde, der ihm rechtmäßig zustand. So meinte sie, Isaak an diesem Gesetzesbruch hindern zu müssen – zu seinem und zu Jakobs Bestem. | |
| Jahrelang hatte sie sich sehr bemüht, diese Tat zu vereiteln, und an Isaaks Vernunft appelliert. Da dies aber erfolglos gewesen war, mußte sie sich andere Methoden ausdenken. | |
| Welch eine Methode wählte sie? Damit sie Isaak davon abbringen konnte, ein Gesetzesbrecher zu werden, wurde sie selbst zu einer Gesetzesbrecherin. Das hatte wiederum zur Folge, daß auch Jakob ein Gesetzesbrecher wurde. Sie verließen die Wege Gottes und wandten sich menschlichen Wegen zu. Sie handelten nach denselben Grundsätzen, beziehungsweise aus Mangel an Grundsätzen, wie die Helden auf dem Bildschirm, in den Romanen und in allen anderen Erzählungen. Dies war eine böse Saat, die ihnen nur eine bittere Ernte bringen konnte. Sie erreichten ihre Absicht bis zu einem gewissen Grade: Während Jakob den geistlichen Segen empfing, fiel der Wohlstand und die Macht in Esaus Hände. | |
| Ellen G. White in
Patriarchen und Propheten, S. 157 f. „Jakob und Rebekka hatten Erfolg mit ihrem Plan, aber sie ernteten nur Kummer und Sorge. Gott hatte gesagt, Jakob solle das Erstgeburtsrecht erhalten. Wenn sie im Vertrauen darauf gewartet hätten, würde sich auch Gottes Wort zu seiner Zeit erfüllt haben. Aber gleich vielen angeblichen Kindern Gottes heutzutage wollten sie ihm die Angelegenheit nicht überlassen. Rebekka bereute den falschen Rat, den sie ihrem Sohne gegeben hatte, bitter. Deswegen wurde sie von ihm getrennt und sollte ihn nie wiedersehen. Von Stund an, da Jakob das Erstgeburtsrecht empfing, wurde er von Selbstvorwürfen gequält. Er war schuldig geworden an seinem Vater, an seinem Bruder, an sich selbst und hatte sich auch gegen Gott versündigt. In kürzester Zeit hatte er vollbracht, was ihn lebenslang reuen sollte. Und wenn ihn in späteren Jahren das gottlose Leben seiner eigenen Söhne bedrückte, stand dieses Ereignis immer lebendig vor ihm.“ |
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| Rebekka und Jakob brachen das Gesetz, um zu verhindern, daß es gebrochen wurde. So zu handeln, ist völlig falsch. Das beweisen die traurigen Folgen, die sie für ihren Fehler tragen mußten. Die letzte Auseinandersetzung über die Frage, was das Gesetz wirklich bedeutet, steht uns bevor, deshalb wollen wir Rebekkas und Jakobs Fehler und die daraus folgenden Schwierigkeiten sehr sorgfältig beachten. Mit klarer Deutlichkeit wollen wir erkennen, daß das Gesetz nicht erhalten werden kann, indem man es bricht. | |
| Jene Worte: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden“, „Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst nicht töten“ geben uns bekannt, wie wir uns in allen Situationen, Bedrohungen, Mißhandlungen, Herausforderungen, Notwendigkeiten, erhofften Vorteilen und unter allen anderen Umständen verhalten sollen. Im Reich Gottes und in seinen Grundsätzen kann niemals der Zweck die Mittel heiligen. In jeder Situation muß deshalb das Gesetz und nicht die Zweckmäßigkeit beachtet und befolgt werden. Wenn Gott ein Volk hat, das zu diesen Grundsätzen steht und sich von ihnen leiten läßt, dann hat er ein Volk, dem er die Beendigung des Werkes anvertrauen kann, und dann wird es auch beendet werden. | |
| Auszug aus "Siehe, das ist unser Gott" von Frederic T. Wright |
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