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Kaum zu glauben

Es steht geschrieben

 

Letzte Aktualisierung: 01.01.2014 14:23


ZOAN
 
Vor fast 2900 Jahren war die Technik der Fotografie noch nicht erfunden und man konnte auch noch keine Zeitdokumente für die Nachwelt auf eine CD brennen. Die damalige Kultur, die Mode und das Aussehen von Menschen, über die wir in der Bibel etwas erfahren, sind nur irgendwo vage als Vermutung zu erkennen.
Von Zeit zu Zeit machen die neueren Ausgrabungen es aber möglich, dass wir doch mal einen deutlicheren Blick in die Vergangenheit werfen können - der Kopf rechts fand sich auf einem Relief in Zoan, einer Stadt, die in der Bibel mehrfach erwähnt wird.

Ungefähr zur Zeit König Osorkon II. (ca. 874 - 850 v.Chr.).
Zu der Zeit regierte ungefähr auch König Ahab (ca. 874 - 853 v. Chr.).

Leider läßt sich kein Vergleich mit dem Pharao von Mose ziehen, der lebte nämlich ca. 1400 v.Chr., also knapp 600 Jahre früher als der nette Herr hier rechts.

Das linke Ohr war bestimmt seine "Schokoladenseite", die waren garantiert genau so auf vorteilhaften Blickwinkel erpicht, wie wir heute, wenn wir Portraitfotos machen lassen wollen. Die Haltbarkeit ist bei diesem steinernen Zeitdokument aber wohl ungleich größer.
  IMAG_Zoan_Kopf
 
Zoan, eine Stadt in Unterägypten (Nordägypten), die sieben Jahre nach Hebron erbaut worden war
(4. Mo 13,22).
 
4. Mose 13, 22:
Sie gingen hinauf ins Südland und kamen bis nach Hebron; da lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Anaks. Hebron aber war erbaut worden sieben Jahre vor Zoan in Ägypten.
 
Es war die Hauptstadt der Hyksos oder Hirtenkönige Ägyptens. Hier trafen Mose und Aaron mit dem Pharao zusammen, und hier wurden die Plagen bewirkt, denn „auf dem Feld Zoans" tat Gott wunderbare Dinge (Psalm 78,12.43).
 
Mose lebte ca. 1400 v.Chr, also vor ca. 3500 Jahren.
 
Psalm 78, 12 
Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.

Psalm 78, 43 

wie er seine Zeichen in Ägypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan;
Dieser Ort wurde von Gott verurteilt, er sagte, dass Ägyptens Fürsten dort zu Toren geworden waren
(Jes 19,11.13; 30,4; Hes 30,14). Zoan befand sich an der Stelle der alten Stadt Tanis, die auf den Ruinen Zoans erbaut wurde und heute San al-Hagar heißt, 31° 2' N, 31° 54' O.


Quelle: www.Bibelkommentare.de
 
Jesaja 19, 11 
Die Fürsten von Zoan sind Toren, die weisen Räte des Pharao sind mit ihrem Rat zu Narren geworden. Wie könnt ihr zum Pharao sagen: »Ich bin ein Sohn von Weisen und komme von Königen der Vorzeit her«?

Jesaja 19, 13 
Die Fürsten von Zoan sind zu Toren geworden, die Fürsten von Memfis sind betrogen; die Häupter seiner Geschlechter verführen Ägypten.

Jesaja 30, 4 
Denn ihre Fürsten sind zwar in Zoan, und ihre Boten sind nach Hanes gekommen,

Hesekiel 30, 14
 
Ich will Patros zur Wüste machen und an Zoan Feuer legen und das Gericht über No ergehen lassen.
 
IMAG_Zoan_Map
Zoan im Lande Goschen (Quelle: www.Bibelatlas.org)
 
LOGO_derStandart_at Ägypten Kunstvolle Reliefe aus der Pharaonenzeit freigelegt
 
Kairo - In den Ruinen der altägyptischen Stadt Tanis im nordöstlichen Nildelta (im Bild eine Luftansicht) hat ein französisches Grabungsteam kunstvolle Reliefe aus der Zeit der Pharaonen freigelegt. Wie die Ägyptische Altertümerverwaltung am Montag in Kairo bekannt gab, stammen viele der Darstellungen aus der Herrschaftszeit von König Osorkon II. (ca. 874 - 850 vor unserer Zeitrechnung). Um die teilweise farbigen und in Stein gemeißelten Bilder aus der 22. Dynastie zurück ans Tageslicht zu holen, wurden den Angaben zufolge bisher 120 von insgesamt rund 1.200 Steinfragmenten freigelegt und gesäubert.
 
IMAG_Zoan_Luftaufnahme
Ruinen der altägyptischen Stadt Tanis
 
Bild 2


 
Von einem ersten Relief wurde ohne nähere Angaben dieses Foto veröffentlicht. Auf 78 der großen Steinfragmente fanden sich religiöse Motive und Darstellungen von Königen. Die Steinquader seien einst für die Umfassung eines heiligen Sees verwendet worden, hieß es. Die Erbauer der Residenzstadt Tanis im Nildelta, die in der Bibel unter dem Namen Zoan erwähnt wird, hatten für ihre Bauten vielfach ältere Gebäude als Steinbruch verwendet. (red/APA)
 
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