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Toskana - 2014
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FREITAG, 02.10.15
Spätsommer. Frühherbst.
Hier wird's kühler. Ein Segeltörn unter südlicher Sonne könnte den Sommer verlängern...
Der Skipper unseres Vertrauens hat schon zum zweiten Mal keinen Platz mehr für uns. Also versuchen wir unser Glück irgendwo anders.
"Hand gegen Koje" hat viele Angebote.
Istrien wär eine Option, Griechenland, ich liebäugel sogar mit den Liparischen Inseln. Der Stromboli harrt noch einer Besteigung.
Irgendwie bleiben wir dann an Göcek hängen. Vielleicht weil wir da schonmal waren.
2011 sind wir von dort aus mit der Dragut gesegelt.
Unvergeßlich die Anreise: Schon in Stuttgart haben wir das Flugzeug verpaßt.
Zwei Stunden später ging noch ein Flug, den nahmen wir. In Istanbul bin ich die letzten Stufen von der Gangway gestolpert und der linke FlipFlop ist zerrissen. So dass ich fortan halbseitig Barfuß humpeln musste.
Beim Sicherheits-Check-in vom internationalen zum nationalen Flughafen
raunzte mich der zuständige Beamten an, ich möge meine Tasche öffnen: "You have a knife in your bag!"
Ich muss mich echt fragen, wieso das in Stuttgart nicht aufgefallen war, dass am Boden meines Handgepäcks ein Obstmesserchen schlummerte. In Istanbul wurde es dann mit spitzen Fingern entsorgt.

Und als wir zwischen 1 Uhr und 2 Uhr morgens am Flughafen Dalaman ankamen, kam das Gepäck nicht aus dem Gepäckband. Nach halbstündigem Warten wurden wir dann zum internationalen Teil des Flughafens kutschiert, das Gepäck war nämlich zum internationalen Flughafen durchgeleitet worden.

Und letztendlich hatte der Taxifahrer Probleme, die Dragut zu finden. Wobei das eigentlich verständlich ist. Es gibt in Göcek 6 Marinas. Die Dragut hat wohl direkt am Hafen gelegen. Aber ich kann nicht mehr sagen, wo das gewesen sein soll.

Außerdem stellte ich rein zufällig fest, dass es in Fethiye, nächst Göcek, lykische Felsengräber zu bestaunen gibt. Habe ich 2011 gar nicht gewußt und deshalb auch nicht aufgesucht. Das gilt es nachzuholen.

Bei der Planung werde ich gewahr, dass es noch etliche andere antike Ruinenstädte zu bestaunen gibt. Somit geht der Punkt an Göcek und ich mache das Boot klar. Den Flug gibt es auch noch verhältnismäßig günstig.
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Flughafen_Stuttgart
Flughafen Stuttgart
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aus_dem_Flugzeug

aus_dem_Flugzeug
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aus_dem_Flugzeug

In Stuttgart werden mir beim Sicherheits-Check-in auch die Flip-Flops ausgezogen und separat geröntgt. Ich kann mich nur wundern...
Zwischenstop in Istanbul.
Wir landen um ..., der Weiterflug wäre ...
An der Einreisekontrolle warten wir über eine halbe Stunde in einer endlosen Schlange.
Der Skipper hat uns beauftragt, für ihn eine Flasche Whiskey im Duty-free-shop zu erwerben. In Stuttgart habe ich nichts dergleichen gefunden. Hier in Istanbul springt Ingolf schnell in einen Shop. Mir dämmert, dass die Zeit knapp wird und ich rufe ihm zu, alles stehen und liegen zu lassen, da wir uns beeilen müssen. Es ist 20 nach ... Er lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen.
Er kauft die Flasche und wir rasen aus dem internationalen Flughafen raus, eine Etage höher und oben wieder rein, zum nationalen Flughafen.
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Als Nicht-Vielflieger ist mir nicht klar, dass wir für den Weiterflug offenbar noch nicht durchgebucht sind. Wir müßten eigentlich erst nochmal einchecken. Jedenfalls dürfen wir ohne Bordkarte nicht in den nationalen Flughafen. Wir werden zum Pegasus-Schalter geschickt.
Erstmal finden...
Beim Info-Schalter von Pegasus versteht die blutjunge Servicekraft unser Problem nicht und schickt uns zurück.
Wir hetzen zurück.
Mir dämmert, dass wir wieder nicht reingelassen werden, aber ich weiß nicht, warum nicht...
Ich frage einen Flughafenangestellten. Der kein Wort Englisch versteht. Irgendwie scheucht er uns wieder zu Pegasus.
Wo wenige Minuten vorher die unbedarfte Servicekraft saß, sitzt inzwischen ein junger Mann. Er scheint zu verstehen. Er schickt uns nach gegenüber zu Schalter E 13. Bis zum Abflug unseres Fliegers sind es keine 15 Minuten mehr...
Ich drängel mich in der Schlange vor und frage nach, was wir brauchen. Die Dame an E 13 antwortet gelassen, der Flug habe sowieso 40 Minuten Verspätung, ich solle mir keine Sorgen machen. Also stelle ich mich wieder in der Schlange an, wo Ingolf noch wartet.
Als wir auf einen frei werdenden Schalter verteilt werden, erklärt die Dame, das Boarding sei bereits abgeschlossen.
Ich frage sie, was nun zu tun sei? Ihre Kollegin habe mir doch gerade erst gesagt, dass der Flug 40 Minuten Verspätung habe!
Sie tätigt einen Anruf (vermutlich zum Gate?), kann aber nichts mehr für uns tun. Sie schickt uns zu einem speziellen Service-Schalter, einige Meter weiter.
Wir rasen hin..
Die Dame dort schaut auf das Ticket und erklärt mir trocken, wir hätten ja genug Zeit gehabt! 55 Minuten würden genügen!
Das sehe ich anders!
Aber ich will zügig weiter und frage, was nun zu tun sei.
Wir könnten den nächsten Flug nehmen, müssten aber aufzahlen.
Ohne Muh und Mäh nehme ich das Ticket, bezahle, und sie scheucht uns, wir müssten uns sehr sehr sehr beeilen, der Flug würde gleich abgehen.
Also rasen wir mit Boardingkarten zum Sicherheits-Check-in. Jetzt dürfen wir rein.
Wobei die Whisky-Flasche erstmal konfisziert werden soll. Klar: die wurde im Flughafen-Shop gekauft, nicht im Duty-free... Wir erklären fast den Tränen nahe, dass wir das Teil gerade erst am Flughafen erworben haben... die drei türkischen Securitymänner drücken alle Augen zu und erklären sich selbst, es habe sich um sowas Ähnliches wie "lost baggage" gehandelt. Jedenfalls lassen sie uns grinsend mit der Flasche abzwitschern.
Wir erwischen das Flugzeug und kommen schließlich ein knappes Stündchen später als geplant in Göcek an.
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Rollfeld Warteschlange
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Vor uns warten bereits einige Flugzeuge auf die Starterlaubnis.
Es muss immer erst ein Flugzeug landen (siehe oben), danach darf eins der wartenen Flugzeuge losfliegen.
Nur noch ein Flugzeug wartet vor uns.
 
Blumenfassade
 
Die Luft ist lau, das Meer duftet salzig, der Taxifahrer setzt uns nahe beim Hotel DanLin ab. Es ist ein niedliches kleines Hotel. Wir schmeißen das Gepäck ins Zimmer und schlendern das Sträßchen entlang. Immerhin ist es ja schon ... Uhr.
Wir kommen an einem Tante-Emma-Laden vorbei, der außer allen Lebensmitteln und Haushaltswaren auch eine große Obst- und Gemüseauswahl hat. Der Ladenbesitzer heisst Mohammed, wie er uns stolz erklärt, und wir kaufen ein paar Feigen.
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Hotel_DanLin Laden_mit_Hund
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Obst Obstladen
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Mohammeds_Obstladen Ich frage Mohammed, welches Lokal er uns denn empfehlen könne. Er begleitet uns sofort zum Mosaic Cafe Steak House und empfiehlt uns seinem Kollegen. Und wirklich: Der Fisch und die gemischten Gemüsevorspeisen schmecken einzigartig gut. Teschekür edebil, Mohammed!

Obwohl... billig war das nicht :-(
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Abendessen Bougainvillea
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Fotobox
 
Pfeil weiter: SAMSTAG, 03.10.15
Letzte Aktualisierung: 13.11.2015 21:36
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