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Toskana 2017
 
FREITAG, 19.05.17
Januar ... Februar ... März ... April ... MAI!!!
Meine obligatorische Reise in die Toskana steht wieder an!

Dieses Jahr ist findet sich niemand, der entweder willens wäre, mich zu begleiten, oder überhaupt ausreichend Urlaub hätte. Egal. Fahre ich eben alleine!

Ich habe eine sehr liebe Katzensitterin gefunden, die meine drei Fellbündel in den 14 Tagen abfüttert, meiner Reise steht also nichts mehr im Wege. Drei Wochen vorher habe ich mein Auto in die Inspektion gefahren.

Donnerstag vor meiner Abreise habe ich mir freigenommen. Trotzdem werde ich - wir ahnen es schon - nicht fertig mit Putzen, Packen, usw. Kam ja auch alles wieder so mordsplötzlich ;-)

Freitagmorgen: Endlich ist alles fertig. Zwar trage ich meine Taschen und Tüten nicht, wie geplant, schon um 7 Uhr zum Auto, sondern erst um 10 Uhr, aber sei's drum... ich bin ja auch niemandem Rechenschaft schuldig. Ich fahre das Auto aus der Garage vor den Hauseingang. Autotüren auf, alles reingepfercht (auch einen der Liegestühle, die hier sowieso nie zum Einsatz kommen, und den Klappstuhl aus der Geschenkbörse, der so bequem ist...), Autotüren zu. Eingestiegen. Schlüssel umgedreht.

STILLE!

Unglaublich! Der Motor ist tot! Zum Glück kommt meine liebe Nachbarin Uli aus dem Haus, ich bettel sie an wegen Überbrückung, was sie auch sofort macht. Mein Auto springt mit ihrer Hilfe an.

Ich überlege... und entschließe mich, trotzdem loszufahren. Keine Ahnung, was los ist... Batterie? Die gibts in Italien bestimmt auch...

Kaum bin ich auf der Autobahn, fängt es an Bindfäden zu schütten. Teilweise sind nicht mal mehr 80 km/h möglich. Bei Singen tanke ich nochmal und frage, ob man mir helfen könnte, falls mein Auto nicht mehr anspringt... Aber es springt wieder an. Wie erfreulich. Bei wirklich übel strömendem und runterplatschendem Regen manövriere ich mein Auto über den Ring um Zürich (zähe Angelegenheit!!!) Richtung Gotthard. Und es regnet und regnet und regnet...
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Autobahn_nach_Zuerich Zuerichring
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Gotthard_Tunnel Vor dem Gotthard 4 km Stau. Stau kostet mich ja nur ein müdes Lächeln... ich hab immer was zum Lesen dabei und zu Essen und zu Trinken. Irgendwann passiere ich dann den 17 km langen Gotthard-Tunnel. Und Dank des langweiligen Wartens im Stau und des gelangweilten Trinkens drängt es mich, dringend eine Pipipause einzulegen. Das tue ich direkt hinterm Gotthard. Es regnet übrigens noch immer.
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Gotthard_Parkplatz

Ist zwar nicht mein Foto, aber es ist der Parkplatz. Und da links stand ich auch irgendwo...

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Anstandslos springt der Wagen danach wieder an. Ich bin begeistert. Weiter geht es Richtung Chiasso. Es regnet. Ca. 20 km vor Chiasso fängt es auch noch an zu hageln, außerdem Gewitter. Aquaplanning. Wenn man noch mit 50 km/h fahren kann, ist das viel... So geht es weiter bis Milano. Dort lichten sich die Wolken, immerhin, der Regen hört auf. Dafür staut sich der Verkehr auf der Umgehungsautobahn von Milano. Und ich bin schon drei Stunden im Hintertreffen...

Endlich bin ich auf die Autobahn Richtung Genua abgebogen. An der nächsten Raststätte muss ich ein kurzes Päuschen einlegen, ich bin nämlich TOTMÜDE. Tatsächlich schlafe ich ca. 15 Minuten. Anschließend fahre ich mit einer Geschwindigkeit, die eigentlich nicht den Vorgaben entspricht... Wobei das aber üblich zu sein scheint. Empfohlene 40 km/h in der Baustelle werden von allen Fahrzeugen mit 80 km/h gefahren, bei vorgegebenen 80 km/h geht nichts unter 120 km/h, und als ich bei gerader Strecke die erlaubte Geschwindigkeit von 130 km/h auf italienischen Autobahnen überschreite und gut und gerne mit 160 - 170 km/h dahinbrause, werde ich mehrfach von italienischen Fahrzeugen überholt die mir den Eindruck vermitteln, dass ich quasi gar nicht fahre. Die hatten GARANTIERT 200 km/h und mehr drauf!

Ich wollte mir abends ja noch was zu Essen kaufen... Conad hat aber nur bis 20 h auf, sagt mir Donata. Esselunga hätte bis 22 h auf... das würde gehen. Um 21 Uhr fahre ich in Massa von der Autobahn (wie blöd! Das Esselunga, das ich meine, ist in Lido di Cammaiore... also irre ich noch eine Weile durch die inzwischen dunkle Nacht und finde es am Ende doch noch...). Ich kaufe nur ein paar Häppchen, dann will ich nach Massarosa weiterfahren. Geht aber nicht, denn der Wagen springt nicht mehr an :-(
Ich hatte an der Kasse die beiden Sicherheitsmänner freundlich gegrüßt - also eile ich mit meinem Überbrückungskabel zurück zu diesen und bettele um Hilfe. Die sind auch sofort bereit.

Gegen 23 h bin ich dann auch endlich mal angekommen... Mein Gepäck lade ich sicherheitshalber bei laufendem Motor aus und parke das Auto so, dass Donata mir am nächsten Morgen Starthilfe geben kann. Donata serviert mir noch einen Kräutertee - im Gegenzug überreiche ich ihr das schöne Fotobuch, das ich für sie zusammengestellt habe. Und endlich geht es ins Bett. Ich bin TOTMÜDE!!! Aber immerhin gesund und heile angekommen :-)
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Fotobox
 
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Letzte Aktualisierung: 02.01.2018 22:51
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