Irisblumen
Irisblumen
Home Flusenkram
Kaum zu glauben

Es steht geschrieben 

... Abgekniffen vom Lehm
... Sünde über Frau zum Mann

 

Letzte Aktualisierung: 23.04.2015 13:24

 

 


HIOB - DER SCHEICH AUS DEM OSTEN
 
Mir persönlich tat Hiob immer irgendwie leid, weil er völlig schuldlos zwischen die Fronten (Gott und Satan) geraten ist. Aber egal was ihm passierte: Er nahm es "schicksalsergeben" aus Gottes Hand, das ist ja schon beinahe sprichwörtlich:
 
Hiob 1:21
... Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt.
 
In der Gemeinde in die ich lange Jahre ging gab es einen angesehenen Mann der glaubte und dies auch gerne immer wiederholte, dass einige Passagen der Bibel gestrichen werden müssten, sie seien nicht relevant oder hätten so nicht stattgefunden. Auf meine Nachfrage, was er denn ändern würde, wenn er könnte, antwortete er mir ganz konkret, dass er das Buch Hiob für unnütz halte. Bestenfalls sei es eine Parabel oder ein Märchen.
 
Lange Zeit war mir auch nicht klar, dass es konkrete Anhaltspunkte gibt, wo genau das Buch Hiob einzuordnen ist und wer sein Autor ist. Inzwischen weiß ich aber mehr darüber - seit dem finde ich die Sache spannend.
 
Es war Mose, der die Geschichte Hiobs von seinem Schwiegervater erfuhr, der war ein Priester der Söhne des Ostens.
 
2. Mose 3:1
1 Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes, Horeb.
 
Mose musste seinerzeit als Mörder vor dem Pharao fliehen. Er findet Zuflucht bei dem Hohepriester der Ismaeliter im Land Midian.
 
Mose 2:15-21
15 Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, daß er ihn erwürgte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.
16 Der Priester aber von Midian hatte sieben Töchter; die kamen, Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, daß sie ihres Vaters Schafe tränkten.
17 Da kamen die Hirten und stießen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe.
18 Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen?
19 Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schöpfte uns und tränkte die Schafe.
20 Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, daß ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?
21 Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora.
 
Sein Name ist Reguel (»Freund Gottes«), sein Ehrentitel Jethro (»Exzellenz«). »Mose wurde hier nicht nur auf seine große Aufgabe vorbereitet, sondern schrieb in dieser Zeit auch unter dem Einfluss des Heiligen Geistes das erste Buch Mose und das Buch Hiob, das Gottes Volk bis ans Ende der Zeit mit größtem Interesse lesen würde.« (Signs of the Times, 19. Februar 1880; vgl. Bibelkommentar, 143)
 
Deshalb gehört heute das wichtige Buch Hiob zum biblischen Kanon (ST 19/02/1880).
 
Hiob wird manchmal als Gestalt aus dem Zweistromland betrachtet. Doch es heißt von ihm, dass er »größer war als alle Söhne des Ostens«.
 
Hiob 1:3
3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten.
 
Das Zweistromland aber galt in der Bibel als Land des Nordens:
 
Jeremia 3:18
18 Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Hause Israel, und sie werden miteinander kommen von Mitternacht in das Land, das ich euren Vätern zum Erbe gegeben habe.
Jeremia 6:22
22 So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein großes Volk wird sich erregen vom Ende der Erde,
Sacharja 2:6-10 (Luther 1545, sonst Verse 10-11)
6 Hui, hui! Fliehet aus dem Mitternachtlande! spricht der HERR; denn ich habe euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreut, spricht der HERR.
7 Hui, Zion, die du wohnst bei der Tochter Babel, entrinne!
 
Assyrien und Babylon werden als Feind aus dem Norden bezeichnet, weil ihre Heere von Norden kamen.
 
Hesekiel 26:7
7 Denn so spricht der HERR HERR: Siehe, ich will über Tyrus kommen lassen Nebukadnezar, den König zu Babel, von Mitternacht her, der ein König aller Könige ist, mit Rossen, Wagen, Reitern und mit großem Haufen Volks.
 
Sie mieden den direkten Weg durch die große Wüste. Hiob war demnach ein sehr reicher arabischer Scheich. Er besaß neben seinen Schaf- und Rinderherden allein 3000 Kamele und 500 Eselinnen (Hiob 1,2) und war mit dem Nomadenleben gut vertraut.
 
Hiob 29:4
4 wie war ich in der Reife meines Lebens, da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war;
 
Sein Freund Eliphas war ein Nachfahre von Ismaels Sohn Tema, sein Freund Bildad ein Nachfahre von Abrahams Sohn Schuach.
 
Hiob 2:11
11 Da aber die drei Freunde Hiob hörten all das Unglück, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, daß sie kämen, ihn zu beklagen und zu trösten.
 
THEMA - Sohn Ismaels, Nachfahre: Eliphas

1. Mose 25:12-16
12 Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Saras aus Ägypten;

13 und das sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Ismaels, Nebajoth, -Kedar, Abdeel, Mibsam,
14 Misma, Duma, Massa,
15 Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma.
16 Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Höfen und Zeltdörfern, zwölf Fürsten über ihre Leute.

 
SUAH (SCHUACH) - Sohn des Abraham und der Ketura
1. Mose 25:1-2
1 Abraham nahm wieder ein Weib, die hieß Ketura.
2 Die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah.
 
NAEMA - Sohn Belas = Sohn Benjamins
1. Mose 46:21
21 Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard.
4. Mose 26:40

40 Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naemaniter.

 
Hiob, ein Sohn des Ostens, stellt uns also erstmalig den großen Kampf zwischen Gott und Satan vor. Während im ersten Buch Mose schon von der Schlange berichtet wird, lernen wir erst durch das Buch Hiob, dass dahinter ein Engel namens Satan aus Gottes Ratsversammlung stand.
 
Hiob 1:6 ff.
6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8 Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob ? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN.

Hiob 2:1 ff.
1 Es begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HERRN, daß der Satan auch unter ihnen kam und vor den HERRN trat.
2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe.
4 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut; und alles was ein Mann hat, läßt er für sein Leben.
5 Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines Lebens!
7 Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Schwären von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel.
 
In diesem Buch wird auch der Frage, warum Gott Leid zulässt, auf den Grund gegangen.
 
Wir dürfen davon ausgehen, dass Mose die Geschichte Hiobs durch die familiäre Verbindung mit Reguel und seinem Volk kennen lernte, denn welcher Midianiter oder Ismaeliter sollte die Geschichte des Mannes nicht gekannt haben, der größer war als alle Söhne des Ostens.
 
Die Ismaeliter waren das einigende Element zwischen allen Verwandten Abrahams, die nicht zu Israel gehörten, und gründeten so die große Gemeinschaft der Söhne des Ostens, das »Völkergemisch« der Araber, von denen Hiob der Größte war.
 
Jeremia 25:17+24
17 Und ich nahm den Becher von der Hand des HERRN und schenkte allen Völkern, zu denen mich der HERR sandte,
...
24 allen Königen in Arabien, allen Königen gegen Abend, die in der Wüste wohnen;
Hiob 1:3

3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten.
 
 
 
Hiob 1

1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse.
2 Und zeugte sieben Söhne und drei Töchter;
3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten.
4 Und seine Söhne gingen und machten ein Mahl, ein jeglicher in seinem Hause auf seinen Tag, und sandten hin und luden ihre drei Schwestern, mit ihnen zu essen und zu trinken.
5 Und wenn die Tage des Mahls um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte sich des Morgens früh auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob gedachte: Meine Söhne möchten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob allezeit.
6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8 Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob ? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN.
13 Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14 kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide,
15 da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
16 Da er noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knechte und verzehrte sie; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
17 Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chaldäer machte drei Rotten und überfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
18 Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,
19 Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf's auf die jungen Leute, daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
20 Da stand Hiob auf und zerriß seine Kleider und raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an
21 und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt.
22 In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott.

 
Hiob 2

1 Es begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HERRN, daß der Satan auch unter ihnen kam und vor den HERRN trat.

2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe.
4 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut; und alles was ein Mann hat, läßt er für sein Leben.
5 Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines Lebens!
7 Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Schwären von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel.
8 Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche.
9 Und sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb!
10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die närrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
11 Da aber die drei Freunde Hiobs hörten all das Unglück, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, daß sie kämen, ihn zu beklagen und zu trösten.
12 Und da sie ihre Augen aufhoben von ferne, kannten sie ihn nicht und hoben auf ihre Stimme und weinten, und ein jeglicher zerriß sein Kleid, und sie sprengten Erde auf ihr Haupt gen Himmel
13 und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war.
 
Copyright © 2015 Fluse Impressum