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Letzte Aktualisie20.12.2015 19:40

 

 


PROPHETENSCHÜLER
 
Zu den entsprechenden Stellen in der Bibel, die etwas zu Prophetenschülern aussagen ...
 
Ellen G. White in dem Buch "Erziehung"
 
Prophetenschulen
 
„Sie werfen sich vor ihm nieder und achten auf seine Worte.“
5. Mose 33,3
 
Sobald Gottes Erziehungskonzept in die Tat umgesetzt wurde, sprachen die Ergebnisse für sich selbst. Leider war das schon damals höchst selten, und entsprechend waren auch die Folgen.
 
Unglaube und das Mißachten der göttlichen Anordnungen beschworen Situationen herauf, denen die meisten Israeliten nicht gewachsen waren. Besonders verhängnisvoll wirkte es sich aus, daß sich Israel bei der Landnahme nicht strikt von den heidnischen Völkern getrennt hatte. Im Gegenteil: „Statt dessen vermischten sie sich mit ihnen und übernahmen ihre schrecklichen Gebräuche: sie beteten Götter an, die ihnen zum Verhängnis wurden. Sie opferten ihre eigenen Söhne und Töchter den Dämonen.“
 
Psalm 106:34-37
34 Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie sie doch der HERR geheißen hatte;
35 sondern sie mengten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke
36 und dienten ihren Götzen; die wurden ihnen zum Fallstrick.
37 Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Teufeln
 
Ihr Herz war nicht ungeteilt bei Gott. „Ihr Vertrauen auf Gott war schwach und unbeständig; sie standen nicht treu zu dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte. Trotzdem blieb er barmherzig, vergab ihre Schuld und tötete sie nicht. Immer wieder hielt er seinen Zorn zurück, anstatt ihm freien Lauf zu lassen. Er wußte ja, wie vergänglich sie waren – flüchtig wie ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt.“
 
Psalm 78:37-39
37 aber ihr Herz war nicht fest an ihm, und hielten nicht treulich an seinem Bund.
38 Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht und wandte oft seinen Zorn ab und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen.
39 Denn er gedachte, daß sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfährt und nicht wiederkommt.
 
In dem Maße, wie sich die Eltern damals Gottes Forderungen verschlossen, vernachlässigten sie auch die ihnenübertragenen Erziehungspflichten. Deshalb wurden viele junge Menschen nicht mehr im Sinne der göttlichen Maßstäbe geprägt, sondern von dem, was sie im Elternhaus erlebten: Abfall von Gott, Götzendienst und einen mehr oder weniger heidnischen Lebensstil.
 
Um diesem Übel zu begegnen, ging Gott in Sachen Erziehung einen anderen Weg. Seit alters galten die Propheten als Sprecher Gottes und Lehrer. Man wußte, daß diese Männer direkt von Gott Weisungen empfingen, um sie an das Volk weiterzugeben. Zu den Propheten wurden aber auch die gezählt, die nicht weissagen sollten, sondern von Gott zu geistlichen Lehrern bestimmt waren. Um diesen Männern eine gediegene Ausbildung zu ermöglichen, gründete Samuel auf Gottes Geheiß die sogenannten Prophetenschulen.
 
Diese Einrichtungen verfolgten mehrere Ziele. Zum einen sollten sie durch die Rückbesinnung auf Gottes Wort dem eindringenden Heidentum und der moralischen Verwahrlosung entgegenwirken. Zum andern dienten sie dazu, gottesfürchtige Lehrer auszubilden, die das geistige und geistliche Niveau der hebräischen Jugend heben sollten oder als Führer und Berater wirken konnten. Zu diesem Zweck scharte Samuel gläubige junge Männer um sich, die intelligent und fleißig genug waren, solche Aufgaben zu übernehmen. Im Volk nannte man sie „Kinder der Propheten“, weil sie von den berufenen und mit Gottes Geist ausgestatteten Sehern unterrichtet und im Wort Gottes unterwiesen wurden. Sie wurden ihrer Frömmigkeit wegen geachtet und genossen aufgrund ihrer Gelehrsamkeit hohes Ansehen im Volk.
 
Zu Lebzeiten Samuels gab es zwei solche Schulen: eine in Rama, wo der Prophet wohnte, die andere in Kirjat-Jearim. Später wurden noch weitere gegründet. Heute würden diese Schulen als selbstunterhaltende Einrichtungen gelten. Die Schüler betrieben neben ihrem Studium Ackerbau oder arbeiteten als Handwerker, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und das Bestehen der Schule zu sichern. Das war für Hebräer nichts Besonderes, denn in Israel galt körperliche Arbeit – im Gegensatz zu manchen anderen antiken Kulturen – als höchst ehrenhaft. Für jeden Jugendlichen, mochten seine Eltern reich sein oder arm, war es selbstverständlich, daß er ein Handwerk lernte. Auch von denen, die sich auf den Dienst für Gott vorbereiteten, wurde das erwartet, zumal meist auch die Lehrer den Lebensunterhalt durch ihrer Hände Arbeit verdienten.
 
Wie in den jüdischen Familien, so fand auch in den Prophetenschulen der Unterricht weitgehend mündlich statt. Zwar wurden die Schüler auch mit den hebräischen Urkunden und den heiligen Schriften, soweit sie schon existierten, vertraut gemacht, aber der größte Teil des Lehrstoffs bestand in der mündlichen Weitergabe uralter Überlieferung. Die wichtigsten Unterrichtsfächer waren das Gesetz Gottes mit den mosaischen Vorschriften, Geschichte Israels, geistliche Musik und Dichtkunst. Im Fach Geschichte befaßten sich die Schüler vor allem damit, Jahwes wunderbaren Taten an seinem Volk nachzuspüren. Aufgabe des „theologischen Forschens“ war es, die großen Wahrheiten ins Blickfeld zu rücken, die sich hinter der Symbolik des Heiligtumsdienstes verbargen. Schon damals ging es um das Herzstück des Glaubens, nämlich um das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt auf sich nehmen würde.
 
In den Prophetenschulen wurde viel Wert gelegt auf Ehrfurcht vor Gott und echte Frömmigkeit. Die Schüler wurden nicht nur zum Gebet angehalten, sondern sie wurden gelehrt, wie sie beten, wie sie sich ihrem Schöpfer nähern und ihrem Glauben gemäß leben sollten. Darüber hinaus erfuhren sie etwas über das Wirken des Heiligen Geistes, wie man sich für ihn öffnen kann, und was es heißt, sich von ihm gebrauchen zu lassen. Sie erlebten auch, wie Gottes Geist das uralte Wort lebendig werden ließ, und wie er sich durch prophetische Rede oder geistliche Lieder kundtat.
 
Diese Schulen erwiesen sich als sehr wirkungsvoll in der Erziehung zu der Gerechtigkeit, die ein Volk groß macht.
 
Sprüche 14:34
34 Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
 
Ihnen war es mit zu verdanken, daß Israel während der Herrschaft Davids und Salomos eine erstaunliche Blütezeit erlebte.
 
Auch David wurde nach den Grundsätzen der Prophetenschulen erzogen, und sie beeinflußten sein Leben nachhaltig. Später bekannte er: „Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet […] Entschlossen will ich mich an deine Ordnungen halten, solange ich lebe.“
 
Psalm 119:104+112
105 Dein Wort ist meine Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
112 Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich.
 
Diese Grundhaltung war es, die König David zu einem Mann nach dem Herzen Gottes gemacht hatte.
 
Auch im Leben des jungen Salomo waren die Auswirkungen dieser göttlichen Erziehungsmethode nicht zu übersehen. Er hatte sich ähnlich entschieden wie sein Vater David. Am Anfang seiner langen Regierungszeit bat er Gott um ein weises und verständiges Herz. Das war ihm wichtiger als Reichtum, Ruhm und Macht. Gott erfüllte diese Bitte und tat hinzu, worum Salomo nicht gebeten hatte: Reichtum und Ehre. So wurde dieser israelitische König wegen seiner Weisheit, seiner klugen Herrschaft und seines Reichtums schon zu seiner Zeit zu einer legendären Gestalt.
 
Unter den Königen David und Salomo erlebte Israel seine größte Blütezeit und genoß hohes Ansehen. So erfüllte sich die Verheißung, die der Herr bereits Abrahm gegeben und Mose gegenüber ausdrücklich erneuert hatte: „Befolgt alle Weisungen des Herrn, die ich euch verkünde! Liebt den Herrn, euren Gott, bleibt ihm treu und tut alles, was er von euch fordert! Dann wird er all diese Völker vor euch vertreiben, obwohl sie größer und stärker sind als ihr, und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen können. Jeder Fleck Erde, den ihr betreten werdet, soll euch gehören, von der Wüste im Süden bis zum Libanon und vom Eufratstrom bis zum Meer. Niemand wird sich gegen euch behaupten können; denn der Herr wird Angst und Entsetzen vor euch über alle Bewohner des Landes kommen lassen.“
 
5. Mose 11:22-25
22 Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, daß ihr darnach tut, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,
23 so wir der HERR alle diese Völker vor euch her ausstoßen, daß ihr größere und stärkere Völker vertreibt, denn ihr seid.
24 Alle Orte, darauf eure Fußsohle tritt, sollen euer sein; von der Wüste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein.
25 Niemand wird euch widerstehen können. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR über alles Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheißen hat.
 
Doch Sicherheit und Wohlstand hatten auch Schattenseiten. Nicht alles, was David tat, war gut – im Gegenteil: er lud schwere Schuld auf sich. Zwar bereute er seine Sünde und hatte an ihr auch persönlich schwer zu tragen, aber sein negatives Beispiel blieb nicht ohne Auswirkungen auf seine Untertanen. Es ermutigte viele Israeliten, es mit dem Willen Gottes auch nicht mehr so genau zu nehmen. Und bei Salomo war es nicht viel anders. Seine Herrschaft hatte verheißungsvoll wie ein junger Morgen begonnen, aber zum Ende hin verdunkelte sie sich immer mehr. Sein Streben nach Macht, politischer Anerkennung über die Grenzen des Landes hinaus und nach persönlichem Ansehen verführten ihn zu Bündnissen mit heidnischen Völkern.
 
Für das Silber von Tarsis und das Gold von Ophir gab er seine moralischen Grundsätze auf und verriet das heilige Vermächtnis. Politische Bündnisse mit Götzendienern und Ehebündnisse mit heidnischen Frauen höhlten seinen Glauben aus. Die Schranken, die Gott zum Schutz seines Volkes aufgerichtet hatte, wurden auf diese Weise niedergerissen, und Salomo geriet selbst in den Dunstkreis des Götzendienstes. Auf dem Ölberg, direkt dem Tempel Jahwes gegenüber, wurden Kultstätten errichtet, die der Verehrung fremder Götter dienten.
 
In dem Maße, wie Salomo seine Beziehung zu Gott löste, verlor er auch die Herrschaft über sich selbst. Sein geistliches Feingefühl stumpfte immer mehr ab, und von der Besonnenheit, die ihn am Anfang seiner Regierungszeit ausgezeichnet hatte, blieb nicht viel übrig. Er wurde stolz, ehrgeizig, prachtliebend und verschwenderisch. Wo er hätte konsequent sein sollen, war er nachgiebig, und wo Verständnis und Duldsamkeit angebracht gewesen wäre, griff er
hart durch.
 
Am Ende war seine Regierungszeit überschattet von Grausamkeiten und Unterdrückung. So wurde aus einem ehemals gerechten, mitfühlenden und gottesfürchtigen Herrscher ein unberechenbarer Despot. Bei der Einweihung des Tempels hatte er darum gebetet, daß Israel ungeteilten Herzens Jahwe dienen möge, doch dann wurde ausgerechnet er selbst zum Verführer. Damit wurde er sich selbst untreu, entehrte Gott und brachte Schande über Israel, dessen ganzer Stolz er einmal gewesen war.
 
Auch Salomo bereute am Ende seine Sünde und sein Versagen, doch das konnte das Aufgehen der bösen Saat nicht verhindern. Unaufhaltsam wuchs heran, was einmal ausgestreut war, und bescherte dem Volk eine schlimme Ernte. Das Erziehungskonzept Gottes sollte bewirken, daß sich Israel in seinem moralischen Anspruch, seiner Art und Lebensweise von allen anderen Völkern abhob. Doch was der Herr seinem Volk als Vorrecht und Segen zugedacht hatte, empfanden die Israeliten als Belastung und Nachteil. Einfachheit und Selbstbeschränkung, ohne die hochgesteckte Ziele niemals zu erreichen sind, waren ihnen zuwider. Dafür schielten sie nach dem Wohlstand und der freizügigen Lebensart ihrer heidnischen Nachbarn. Das Erziehungskonzept Gottes war ihnen lästig, und seinen Herrschaftsanspruch lehnten sie ab, denn sie wollten sein wie alle anderen Völker.
 
vgl. 1. Samuel 8:5
5 und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen König über uns, der uns richte, wie alle Heiden haben.
 
Damit begann der Niedergang und es kam, wie es kommen mußte: Israel wurde zur leichten Beute gerade jener Völker, deren Art und Lebensweise ihm so erstrebenswert erschienen war.
 
Vieles von dem, was Gott für sein Volk tun wollte, ließ sich nicht verwirklichen, weil Israel keinen Sinn für Gottes Absichten hatte oder sich dagegen sperrte. Das schloß jedoch nicht aus, daß sich Gottes Zusagen für diejenigen erfüllten, die dem Herrn vertrauten und zu ihm hielten. Denn: „… alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun oder wegtun.“
 
Prediger 3:14
14 Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das besteht immer: man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, daß man sich vor ihm fürchten soll.
 
Gottes Wesen und seine Absichten ändern sich nicht, auch wenn es bei der Verwirklichung seiner Pläne unterschiedliche Entwicklungsstufen gibt und er sich den Menschen auch nicht immer auf dieselbe Weise offenbart. Fest steht jedoch: „Alles, was gut und vollkommen ist, das kommt von Gott, dem Vater des Lichts. Er ist unwandelbar; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis, Gutes und Böses.“
 
Jakobus 1:17
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von obenherab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichtes und der Finsternis.
 
Im Blick auf die dunklen Stellen in der Geschichte Israels schrieb der Apostel Paulus: „Alle diese Ereignisse sollen uns ein abschreckendes Beispiel sein. Sie wurden niedergeschrieben, damit wir gewarnt sind.“
 
1. Korinther 10:11
11 Solches alles widerfuhr jenen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist.
 
Heutzutage ist es nämlich nicht anders als damals: Ob Gottes Erziehungskonzept bei uns greifen kann, hängt davon ab, inwieweit wir es akzeptieren und in die Tat umsetzen. Wenn wir uns an die Grundsätze des Wortes Gottes halten, wird uns genauso viel Segen zufließen, wie ihn Israel hätte erfahren können.
 
1. Samuel 10:5

(Luther 1545)

5 Darnach wirst du kommen zu dem Hügel Gottes, da der Philister Schildwacht ist; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir begegnen ein Haufe Propheten, von der Hütte herabkommend, und vor ihnen her Psalter und Pauke und Flöte und Harfe, und sie werden weissagen.

(Schlachter)
5 Danach wirst du auf den Hügel Gottes kommen, wo der Posten der Philister steht; sobald du aber dort in die Stadt kommst, wird dir eine Schar Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Psalter und Handpauken und Flöten und Harfen; und sie werden weissagen.
 
1. Samuel 19:20

(Luther 1545)
20 Da sandte Saul Boten, daß sie David holten; und sie sahen den Chor der Propheten weissagen, und Samuel war ihr Vorsteher. Da kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, daß auch sie weissagten.

(Schlachter)
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie nun die Versammlung (lt. Elberfelder Übersetzung sei bei dem hebräischen Wort soviel wie "ehrwürdige Gesellschaft" gemeint)der Propheten weissagen sahen und Samuel, der an ihrer Spitze stand, da kam auf die Boten Sauls der Geist Gottes, so daß auch sie weissagten.
 
1. Könige 20:35-42

(Luther 1545)

35 Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nächsten durch das Wort des HERRN: Schlage mich doch! Er aber weigerte sich, ihn zu schlagen.
36 Da sprach er zu ihm: Darum daß du der Stimme des HERRN nicht hast gehorcht, siehe, so wird dich ein Löwe schlagen, wenn du von mir gehst. Und da er von ihm abging, fand ihn ein Löwe und schlug ihn.
37 Und er fand einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! und der Mann schlug ihn wund.
38 Da ging der Prophet hin und trat zum König an den Weg und verstellte sein Angesicht mit einer Binde.
39 Und da der König vorüberzog, schrie er den König an und sprach: Dein Knecht war ausgezogen mitten in den Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen und brachte einen Mann zu mir und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man ihn wird vermissen, so soll deine Seele anstatt seiner Seele sein, oder du sollst einen Zentner Silber darwägen.
40 Und da dein Knecht hier und da zu tun hatte, war der nicht mehr da. Der König Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urteil; du hast es selbst gefällt.
41 Da tat er eilend die Binde von seinem Angesicht; und der König Israels kannte ihn, daß er der Propheten einer war.
42 Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Darum daß du hast den verbannten Mann von dir gelassen, wird deine Seele für seine Seele sein und dein Volk für sein Volk.

(Schlachter)
35 Da sprach ein Mann unter den Prophetensöhnen zu seinem Nächsten durch das Wort des Herrn: Schlage mich doch! Der Mann aber weigerte sich, ihn zu schlagen.
36 Da sprach er zu ihm: Weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht hast, siehe, so wird dich ein Löwe töten, wenn du von mir weggehst! Und als er von ihm wegging, fand ihn ein Löwe und tötete ihn.
37 Und er fand einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! Und der Mann schlug ihn und fügte ihm durch den Schlag eine Wunde zu.
38 Da ging der Prophet hin und trat an den Weg, auf dem der König kam, und machte sich unkenntlich, indem er den Kopfbund über seine Augen zog.

39 Und es geschah, als der König vorbeiging, da rief er den König an und sprach: Dein Knecht war in den Kampf gezogen, und siehe, ein fremder Mann trat herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: Bewache diesen Mann! Wenn er vermißt wird, so soll dein Leben für sein Leben haften, oder du sollst ein Talent Silber bezahlen!
40 Und es geschah, während dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da war er verschwunden! Der König von Israel sprach zu ihm: Genau so soll dein Urteil lauten, du hast es selbst gefällt!
41 Da nahm er rasch den Kopfbund weg von seinen Augen. Und der König von Israel erkannte, daß er einer von den Propheten war.
42 Er aber sprach zu ihm: So spricht der Herr: Weil du den Mann aus deiner Hand entkommen lassen hast, den ich mit dem Bann belegt habe, soll dein Leben für sein Leben und dein Volk für sein Volk haften!
 
2. Könige 9:1

(Luther 1545)
9 Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einen und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diesen Ölkrug mit dir und gehe hin gen Ramoth in Gilead.

(Schlachter)
1 Elisa aber, der Prophet, rief einen der Prophetensöhne (Elberfelder Übersetzung erklärt hier "Prophetenschüler") und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden1 und nimm diese Ölflasche mit dir und geh hin nach Ramot in Gilead!
 
2. Könige 4:38-41
(Luther 1545)

38 Da aber Elisa wieder gen Gilgal kam, ward Teuerung im Lande, und die Kinder der Propheten wohnten vor ihm. Und er sprach zu seinem Diener: Setze zu einen großen Topf und koche ein Gemüse für die Kinder der Propheten!
39 Da ging einer aufs Feld, daß er Kraut läse, und fand wilde Ranken und las davon Koloquinten sein Kleid voll; und da er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemüse, denn sie kannten es nicht.
40 Und da sie es ausschütteten für die Männer, zu essen, und sie von dem Gemüse aßen, schrieen sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! denn sie konnten es nicht essen.
41 Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: Schütte es dem Volk vor, daß sie essen! Da war nichts Böses in dem Topf.

(Schlachter)

Der Tod im Topf

38 Elisa aber kam wieder nach Gilgal. Und es war eine Hungersnot im Land. Und die Prophetensöhne saßen vor ihm, und er sprach zu seinem Burschen: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Prophetensöhne!
39 Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln, und er fand ein wildes Rankengewächs und sammelte davon sein Gewand voll wilde Gurken; und als er heimkam, zerschnitt er sie in den Gemüsetopf; denn sie kannten sie nicht.
40 Als man es aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von dem Gemüse aßen, schrieen sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen.
41 Er aber sprach: So holt Mehl herbei! Und er warf es in den Topf und sprach: Setze es den Leuten vor, daß sie essen! Da war nichts Schlimmes [mehr] im Topf.
 
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