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Letzte Aktualisierung: 18.10.2015 19:34

 

 


NIMROD (3. Generation nach Noah)
 
Das hier sagt uns die Bibel über Nimrod:
 
1. Mose 10:8 
8 Kusch aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,
9 und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN wie Nimrod.

1.Chronik 1:10 
Kusch
(ältester Sohn von Ham) aber zeugte Nimrod; der war der Erste, der Macht gewann auf Erden.

Micha 5:5 
die das Land Assur verderben mit dem Schwert und das Land Nimrods mit ihren bloßen Waffen. So wird er uns von Assur erretten, wenn es in unser Land fallen und in unsere Grenzen einbrechen wird.
 
Das ist ziemlich wenig. Und ohne Hintergrundwissen könnte man die Aussage "...ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn..." absolut falsch verstehen. Diese Worte klingen, als habe sich Nimrod an Gott orientiert. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Man kann getrost sagen, dass er der Urheber der Götzenanbetung war. Dafür gibt es starke Hinweise.
 
1. Der Turmbau zu Babel
 
In der Bibel wird uns nicht mitgeteilt, wann dieses Ereignis stattfand, aber wir erfahren, dass der Turmbau unter Nimrod, dem gewaltigen Jäger aus 1. Mose 10, 8 - 11, durchgeführt wurde.
 
1. Mose 10, 8 - 11
8 Kusch aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,
9 und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN wie Nimrod.
10 Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Akkad und Kalne im Lande Schinar.
11 Von diesem Lande ist er nach Assur gekommen und baute Ninive und Rehobot-Ir und Kelach,
12 dazu Resen zwischen Ninive und Kelach. Das ist die große Stadt.
Die Stadt Kalchu taucht in der Bibel unter dem Namen "Kelach" auf.
 
Aus diesen Versen erfahren wir, dass Nimrod der erste Gewaltherrscher auf Erden und gleichzeitig auch ein großer Bauherr war, denn er baute einige Städte, darunter auch Babylon. Nimrod war der Sohn Kuschs und Kusch wiederum war der älteste Sohn von Ham, einem der drei Söhne Noahs. Die Stadt Babylon und damit auch der Turm zu Babel wurden demnach unter Nimrod in der dritten Generation nach Noah erbaut. Wenn wir eine Generation mit 40 Jahren annehmen, dann ergibt dies etwa 120 Jahre, denn Noahs Söhne waren in der Zeit der Sintflut bereits erwachsene Männer, da sie verheiratet waren. Also konnte Kusch bereits wenige Jahre nach der Sintflut geboren worden sein. Wenn Kusch nun Nimrod im Alter von etwa 50 Jahren zeugte und Nimrod in diesem Alter die Macht übernahm, dann würde dies 100 Jahre ergeben. Den Turmbau zu Babel können wir demnach ca. 100 Jahre nach der Sintflut ansetzen.
 
2. Gilgamesch-Epos
 
Gilgamesch
Büste des Gilgamesch   Quelle: www. scinexx.de
 
Im berühmten akkadischen Helden-Epos begegnen wir dem Helden Gilgamesch. Dieser war der dritte König nach Nimrod, und das Helden-Epos spielt am babylonischen Sternenhimmel. Werner Papke (Die Sterne von Babylon) hat aufgrund einer auf einer Tontafel (MUL.APIN) vermerkten Planeten-Konstellation für die Abfassung dieser Tontafel das Jahr 2.340 v.Chr. berechnet. [5] Es kann natürlich nicht festgestellt werden, wie lange nach der Regierungszeit von Gilgamesch dieses Epos geschrieben wurde, aber es kann angenommen werden, dass dies bald nach dem Tod von Gilgamesch geschah. Wenn wir nun annehmen, dass das Gilgamesch-Epos im Jahre 2.340 v.Chr. geschrieben wurde und wenn wir eine Regierungszeit von 30 Jahren für Gilgamesch und den König vor ihm annehmen, dann war Nimrod um das Jahr 2400 v.Chr. noch amtierender König. Der Turm zu Babel wurde aufgrund dessen irgendwann um das Jahr 2400 v.Chr. gebaut.
 
3. Das Zeugnis Nebukadnezars
 
Über den Turm in Babylon existiert ein Zeugnis Nebukadnezars, welcher der größte und mächtigste König des Neubabylonischen Reiches war. Auf einem Tonzylinder, den man an der Stelle fand, wo der Turm nach heutigen Kenntnissen stand, brüstet sich Nebukadnezar selbst als Wiedererbauer des Turmes. Interessant ist ein Hinweis auf diesem Tonzylinder, wo Nebukadnezar erwähnt, dass der Turm von einem alten König (Nimrod?) erbaut wurde und dass man seither 42 Menschenalter zählte. Diese 42 Menschenalter entsprechen 42 Generationen, und wenn wir eine Generation auch wieder mit 40 Jahren ansetzen, dann kommen wir auf insgesamt 1680 Jahre. Nehmen wir für die Abfassung dieses Berichtes das Jahr 600 v.Chr. an, dann bringt uns das in das Jahr 2280 Jahre v.Chr. zurück. Die Differenz zum Punkt 2 beträgt somit nur 120 Jahre.
IMAG_Nimrod_Relief
Ziegel-Relief, Fundort ganz in der Nähe der Stadt Babylons, heute Bagdad
 
Aufgrund dieser Berechnungen können wir das Ereignis der Sintflut auf das Jahr 2500 v.Chr. festlegen, ohne damit zu behaupten, dass sich die Sintflut genau in diesem Jahr ereignet hat. Es kann nur festgehalten werden, dass dieses Ereignis irgendwann in der Zeitspanne zwischen 2300 und 2500 v.Chr. stattgefunden haben muss. Der nach der biblischen Chronologie ermittelte Zeitpunkt wäre das Jahr 2344 v.Chr. Dies erscheint etwas spät, kann aber aufgrund der spärlichen außerbiblischen Belege nicht ausgeschlossen werden. Bei dieser Festlegung geht es vor allem darum aufzuzeigen, dass dieser Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vor dem Jahr 2500 v.Chr. zu suchen ist, aber auch nicht später als auf das Jahr 2344 v.Chr. festgelegt werden kann. Es ist interessant, dass S. R. Driver in seinem Kommentar über das 1. Buch Mose (1904) behauptete, die Sintflut habe im Jahr 2501 v.Chr. stattgefunden (Samuel J. Schultz, die Welt des Alten Testaments, Seite 31).

Quelle: Teilweise www.progenesis.ch / Gian Luca Carigiet, Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Seiten 196 – 200

 
Nimrods Turm
Das Selbstbewusstsein des Gründers von Babylon muss grenzenlos gewesen sein. Er war der Erste, der sich nicht nur mit einer bestimmten Handlung, sondern mit seinem ganzen Wesen gegen Gott auflehnte und seine Zeitgenossen mit der von ihm selbst verkörperten Unabhängigkeit verführte. Er war es, der bedeutende Städte gründete und wahrscheinlich diesen Turm bauen ließ, der die Menschheit vor der vermeintlichen Willkür Gottes schützen sollte. Man nannte ihn nicht nur einen »gewaltigen Jäger vor dem Herrn« (1. Mose 10,9) und »Gewaltigen auf der Erde« (Vers 8, Elb.), sondern er wurde wahrscheinlich sogar zum Gott erhoben, der sich auf der oberen Plattform des Turms von Babel (auf der 7. Ebene), in 90 Metern Höhe, ein Heiligtum errichten ließ. In diesem Heiligtum sollte er für Jahrhunderte verehrt werden als Marduk, Stadtgott Babylons und allmächtiger König – als Gott gewordener Gründer der Dynastie von Uruk und drittem nachflutlichen Herrscher, der in der sumerischen Königliste erwähnt wird. Er hieß Enmerkar oder – sein biblischer Name ist bekannter – Nimrod.
 
Zwar erwähnt die Bibel nicht direkt den »Ersten, der Macht gewann auf Erden« im Zusammenhang mit dem Turmbau, doch die Vermutung, dass Nimrod Initiator des imposanten Bauwerks war, liegt sehr nahe. Seine explizite Erwähnung und Bedeutung als Städtegründer wenige Jahrzehnte nach der Sintflut lassen Nimrods Einfluss innerhalb der damals noch überschaubaren Weltbevölkerung universal erscheinen. Wer sonst sollte als Erster gesagt haben: »Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder« (1.Mose 11,4)?
 
Zeitdokument: Flavius Josephus (ca. 37 - 100 n.Chr.)
 
Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37–100 n.Chr.) ist es, der Nimrod konkret und unmissverständlich als Bauherrn des babylonischen Turms anführt: »Zu dieser Verachtung und Verhöhnung Gottes verleitete sie Nimrod, der Enkel Hams, des Sohnes Noahs, denn er war kühn, und seiner Hände Kraft groß. Dieser überredete sie zu dem Wahn, nicht von Gott komme ihr Glück, sondern ihre eigene Tüchtigkeit sei die Ursache ihres Wohlstandes. Und allmählich verkehrte er sein Benehmen in Tyrannei, weil er die Menschen umso eher von Gott abzuwenden gedachte, wenn sie der eigenen Kraft hartnäckig vertrauten. Er wolle, sagte er, sich an Gott rächen, falls er mit erneuter Flut die Erde bedränge, und er wolle einen Turm bauen, so hoch, dass die Wasserflut ihn nicht übersteigen könne. So werde er für den Untergang einer Vorfahren Vergeltung üben. Die Menge pflichtete den Absichten Nimrods bereitwillig bei, da sie es für Feigheit hielt, Gott noch zu gehorchen. Und so machten sie sich an die Erbauung des Turmes, der bei unverdrossener Arbeit und den vielen Arbeitskräften schnell in die Höhe wuchs. Da er aber sehr breit war, fiel seine Höhe minder auf. Gebaut wurde er aus Ziegeln, die mit heißem Harz zusammengekittet waren zum Schutze gegen das andrängende Wasser.« (Jüdische Altertümer I,4,2+3)
 
... (Quelle und noch ausführlichere Details zu diesem Gedankengang finden sich hier: http://www.morija.de/bible-earth/html/1011b-babylons-helden.html)
 
Zusammenfassend wird klar: Die Bedeutung Nimrod war so immens, dass er in späteren Generationen, ja in ganzen Kulturen, als Gott – sogar als einer der wichtigsten – verehrt worden ist. Es ist möglich, dass dies sein eigenes Bestreben war und dass sein Vorhaben, einen Turm bis in den Himmel zu bauen, eines der deutlichsten Zeichen dieses Vorhabens gewesen ist.
 
Die Umrisse des Turms sind heute noch in Babylon zu erkennen. Gibt man in »Google Earth« die Koordinaten 32.5362N, 44.4207E ein, zeigt das Programm aus der Vogelperspektive die Fundamente des Tempelturms und das vom an die Oberfläche gekommene Grundwasser erzeugte Grün. Der Turm Babylons war das Vorbild vieler anderer Stufentürme im Zweistromland, die viel älter als die ägyptischen Pyramiden sind. Der Turm ist nach biblischer Zeitrechnung in der Zeit zwischen Sintflut und Abraham gebaut worden – also im späten 4. oder im 3. Jahrtausend vor Christus. Schon bei König Sargon I. um etwa 2200 v.Chr. findet man den Hinweis auf einen heiligen Ort in Babel. Hammurabi baute den Turm um 1700 v.Chr. neu auf, Nebukadnezar renovierte und erweiterte ihn im 6. Jahrhundert v.Chr. Aus der hellenistischen Zeit (229 v.Chr.) sind uns die Maße des Turms überliefert: Demnach hatte er sieben Stockwerke und war jeweils 90 Meter breit, lang und hoch. 478 v.Chr. zerstörte der persische Herrscher Xerxes den Turm teilweise. Die Geschichte des Monuments endet mit Alexander dem Großen, der die Ruinen des Bauwerks 323 v.Chr. abreißen ließ, um es danach wieder neu zu errichten. Doch dazu kam es nie; Alexander starb nach zahlreichen Eroberungen bereits in jungen Jahren. Danach bediente man sich der Ziegel als Baumaterial und trug die Ruinen bis auf die Fundamente ab. 1971 erklärte die irakische Regierung, den Turm wieder aufbauen zu wollen. Doch auch Saddam Hussein konnte diesen Vorsatz nicht verwirklichen.
 
Grundriss_Turm_zu_Babel
 
Der durch den Turmbau zum Ausdruck gebrachten Überheblichkeit setzte Gott durch die Sprachenverwirrung ein Ende. Die Historizität eines solchen übernatürlichen Eingriffs wird natürlich von der heutigen Wissenschaft abgelehnt und von Theologen höchstens noch symbolisch interpretiert. Roger Liebi zeigt in seinem Buch »Herkunft und Entwicklung der Sprachen« jedoch, dass die Sprachen der Welt sich grundlegend voneinander unterscheiden. Und: »Die ältesten bekannten Sprachen der Welt sind extrem komplex und besitzen keinen Hauch von Primitivität.« Sie sind »von Anfang an voll entwickelt«. (S. 272). Diese Beobachtungen widersprechen der Annahme, die Sprachen hätten sich aus einer primitiven Lautsprache (S. 92) heraus entwickelt. Viel eher sei möglich, dass sich »infolge der Sprachenverwirrung eine ganze Reihe von Gründerpopulationen« abspalteten, aus denen sich die unterschiedlichen Menschenrassen und Sprachstämme bildeten.« (S. 132)
 
Nimrod ließ sich im Tempel im 7. Stockwerk des Turms zu Babel als Gott verehren.
Der Stadtgott von Babel war Marduk.
Demnach kann man schlussfolgern, dass Nimrod = Marduk ist.
 
Die ersten Tontafeln auf denen Gilgamesch namentlich benannt wird finden sich unter den Ruinen der Bibliothek des Tempels des Gottes Nabu (biblisch: Nebo) und der Palastbibliothek des Assurbanipal in Ninive. Bei weiteren Ausgrabungen fanden sich noch viele andere. Der Autor der besten Abhandlung über das Gilgamesch-Epos, sagt:
 
Aufgrund der Parallelen zwischen Gilgamesch und Nimrod sind sich die Wissenschaftler einig, dass dieser Gilgamesch aus dem Gilgamesch-Epos dieselbe Person wie Nimrod ist.
 
Sicher wussten damals die Völker von dem Schöpfergott YHWH, obwohl sie keinen Respekt für ihn hatten. Dieses vorausgesetzt - wie könnte dann sein Name in ihrer Literatur erscheinen, falls überhaupt? In einer Kultur, die sich in Rebellion gegen die Herrschaft des Schöpfergottes JHWH befindet, würde der Name JHWH wohl eher in einer spöttischen Form Erwähnung finden, als in seiner richtigen Form. Ebenso würden ja auch die Autoren der Heiligen Schrift die Rebellen verhöhnen.
 
Übereinanderschieben der biblischen Geschichte und des Gilgamesch-Epos
 
Das Gilgamesch-Epos beschreibt die erste "Gott ist tot"-Bewegung. In dem Epos ist der Held eine gemeine, schmutzige, perverse Person, aber er wird als der größte und stärkste Held, der je gelebt hat, dargestellt. (Heidel 1963: 18). Damit derjenige, der die Flut gesandt hatte, ihnen keine Schwierigkeiten mehr bereiten könnte, ... Gilgamesh sets out to kill the perpetrator... Gilgamesch, der beginnt, den Täter zu töten. Er nimmt einen Freund mit, der eine monströse Halb-Mensch/Halb-Tier-Gestalt ist - Enkidu. Zusammen begeben sie sich auf eine lange Reise in die Zedernberge, um das Monster, das die Sintflut geschickt hat, zu finden und zu vernichten.Gilgamesch findet es und schließlich gelingt es ihm, dem Wesen, dessen Name "Huwawa" ist ("Humbaba" in der assyrischen Version, siehe Heidel 1963: 34ff), den Kopf abzuschneiden.
 
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Gilgamesch-Epos und Genesis 10? Beachten Sie, was Gilgamesch zu Enkidu, der Halb-Mensch/Halb-Tier, der ihn auf seiner Reise begleitet, sagt, wir finden es auf Tafel 111, Zeilen 147 - 150:
"Wenn ich falle," sagt Gilgamesch "will ich mir einen Namen machen. 'Gilgamesch ist gefallen', werden sie sagen, 'im Kampf mit dem furchtbaren Huwawa'."
 

Aber die nächsten fünf Zeilen fehlen auf allen bisher gefundenen Tafeln! Können wir darüber spekulieren, wie sie lauten? Lassen Sie es uns versuchen. . . Wir schlagen vor, dass diese fünf Zeilen lauten:

"Aber wenn ich gewinne, .. wird man sagen, 'Gilgamesch, der mächtige Überwinder des Huwawa'!"
 
Warum sagen wir das? Weil Genesis 10:09 uns die fehlenden Teile aus den Gilgamesch-Tafeln liefert. Diese Zeilen besagen ... "Darum sagt man, Nimrod (oder Gilgamesch) der mächtige Überwinder des JHWH'." Dies muss der Text sein, welcher in all den Tontafeln der Gilgamesch-Geschichte fehlt. Das Gilgamesch-Epos nennt ihn Huwawa, die Bibel nennt ihn JHWH.
 

Heidel berichtet von dem Ereignis, das wir auf Tafel V finden und sagt:

Alles, was wir aus den fehlenden Zeilen schließen können ist, dass Gilgamesch und Enkidu den Kopf Humbabas (oder Huwawa) abgeschnitten haben und dass die Expedition ein erfolgreiches Ende hatte (1963: 47).

Die fehlenden Zeilen aus dem Epic sind genau dort in der Bibel!

 
Huwawa
Dieses Gesicht soll angeblich Huwawa darstellen, der gemäß dem Gilgamesch-Epos die Sintflut über die Erde schickte. Die Geschichte berichtet, dass Huwawa (Humbaba in der assyrischen Version) von Gilgamesch und seinem Halb-Mensch/Halb-Tier-Freund Enkidu getötet wurde. Der Autor nimmt an, dass Huwawa die alte heidnische Entsprechung zu Jahwe (JHWH) ist, dem Gott der Bibel. Ungefähr 3 Zoll (7,5 cm) groß ist diese Maske, datiert auf ca. 6. Jhdt. v. Chr. Die Herkunftt dieses Kopfes ist unbekannt, er befindet sich heute im Britischen Museum.
 
Huwawa
Quelle: www.metmuseum.org (a. 2000 - 1600 v.Chr., Mesopotamien / Babylonien, keramische Kachel, 12,5 x 7,11 cm)
 
Gemäß Gilgameschs Mythos obsiegte er, er bezwang Huwawa und schnitt ihm den Kopf ab. Nun konnte er zurückkehren nach Uruk und in die anderen Städte und die Menschen beruhigen, "sich keine Sorgen mehr wegen Jehova (YHVH) zu machen, er ist tot. Ich brachte ihn um im Libanongebirge. Also lebt weiter wie ihr wollt, ich bin euer König und kümmere mich um euch, ich passe auf euch auf."
 
Es gibt noch weitere Parallelen zwischen der Bibel und dem Gilgamesch-Epos:
 
"YaHVeH" klingt ganz ähnlich wie "Huwawa".  
   
Gilgamesch tat genau das Gleiche wie "die Gottessöhne" in 1. Mose 6. Die "Gottessöhne" nahmen sich die Töchter der Menschen mit Gewalt. Das Epos sagt, dass Gilgamesch haargenau das Gleiche tat. 1. Mose 6, 2:
1 Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden,
2 da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten.
   
Die Bibel nennt Nimrod einen Tyrannen, und Gilgamesch war definitiv ein Tyrann. 1. Mose 10, 8:
Kusch
aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,

... Nimrod, der tyrannische Gegner des JHWH ...
   
In der Bibel gab es eine Flut - und im Epos gibt es eine Flut. 1. Mose 7:
6 Er (Noah) war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam.
7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut.
   
Kusch wird in der Bibel erwähnt, im Epos ist es Kish. Der Name Kish erscheint häufig auf den Gilgamesch-Tontafeln. 1. Mose 10, 8:
Kusch
aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,
   
In der Schrift wird Erech erwähnt, bei Gilgamesch heißt die Stadt Uruk. 1. Mose 10, 10:
Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Akkad und Kalne im Lande Schinar.
   
Gilgamesch unternahm eine Reise, um die Überlebenden der Flut zu treffen. Das war dann wohl eher Ham als Noah, da "Nimrod" Ham's Enkel war! 1. Mose 10, 6:
6 Die Söhne Hams sind diese:Kusch, Mizrajim, Put und Kanaan.
.....
Kusch aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,
und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN wie Nimrod.
Geschichtlich ist Gilgamesch in der ersten Dynastie von Uruk einzuordnen.
 
Jacobsen weist darauf hin (1939: 157), dass es bereits vor Gilgamesch Könige gab - aber das ist eher unwahrscheinlich.

Dass das Gilgamesch-Epos auch die Sintflut-Geschichte enthält, erzeugt eine enge Verbindung mit den Ereignissen unmittelbar nach der Sintflut, sagt SN Kramer:

Noch vor einigen Jahren hätte man stark an der historischen Existenz dieses Gilgamesch gezweifelt; wir haben jetzt aber die Gewissheit, dass die Zeit des Gilgamesch der frühesten Periode der mesopotamischen Geschichte entspricht (Kramer 1959: 117).

 
Quelle: http://davelivingston.com/nimrod.htm
 
Heute wie damals: der Mensch will sich einen Namen machen, möchte auftrumpfen gegenüber seinem Schöpfer. Diese Überheblichkeit scheint sich in der Tat wie ein roter Faden durch die Geschichte Babylons zu ziehen, wo einst das Vorbild des modernen Wolkenkratzers stand.
 
Von der antiken Metropole sind nur Ruinen übrig, die von 1899 an mühsam vom Wüstensand befreit wurden. Als Symbol für das Sündige, Verwerfliche und Gottlose war die Stadt aber über die Jahrhunderte hinweg in aller Munde und verkörpert noch heute den alten Streit: Mensch gegen Gott!
 

Es waren mächtige Helden Babylons, die gegen Gott rebelliert haben. Und heute sind es die Nachwehen des Babel-Bibel-Streits, die der Wissenschaft und der modernen Theologie das Vertrauen in die historische Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift entzogen haben. Dieser Beitrag soll im Licht der Bibel zeigen, wie sich die Auflehnung gegen Gott und sein Wort in der Geschichte Babylons manifestiert – von Anbeginn bis in die Endzeit.
 
NIMRODS GESINNUNG
 
Der babylonische Kult um Nimrod bestand zunächst aus der Verehrung des Feuers. In einem Text der jüdischen Überlieferung sagt Nimrod selbst, dass er nur das Feuer anbete, was auf sehr einprägsame Weise die Grausamkeit und Perversion des Kultes verdeutlicht. Denn Nimrod ließ als Opfergaben für den "Feuergott" nicht nur Tiere verbrennen.
Quelle: "Midrasch Bereschit Rabba", die haggadische Auslegung der Genesis, 1881 übersetzt von Dr. August Wünsche, S. 173
 
 
 
 
 
 
 
 
Jeremia 32:35:
35 und haben die (Opfer-)Höhen des Baal gebaut im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter für den Moloch durchs Feuer gehen zu lassen, was ich ihnen nicht befohlen habe, und es ist mir (Jahwe) nie in den Sinn gekommen, dass sie solchen Gräuel tun sollten, um Juda in Sünde zu bringen.
 
Terach:
Als Nimrod seine Feinde unterjocht hatte und über ganz Mesopotamien herrschte, muss er bereits mehrere hundert Jahre alt gewesen sein, denn Nimrods treuer Heerführer war in dieser Zeit kein anderer als Terach, der Vater Abrams, der deutlich später lebte. (Die biblischen Patriarchen in dieser Zeit wurden alle so alt.) Terach unterstützte den Götzendienst im Land aktiv, denn er stellte die Götzen-Figuren her und verkaufte sie ans Volk. Erneut ist es die jüdische Überlieferung, die berichtet, wie Abram als Einziger erkannte, dass der wahre Schöpfer des Universums nicht aus Holz und Stein sein kann.

Quelle: http://www.lightwish.de/articles/nimrod-und-der-turm-von-babylon
dort: J. H. Parry, "The Book of Jasher" (Das Buch der Rechtschaffenen), 1887, Kapitel VII + IX

Die jüdische Überlieferung zu Terach, siehe hier...
 
Siehe auch: Artemis
 
WIKIPEDIA:
 
BIBEL:
In der Bibel ist Nimrod (נמרוד) ein Urenkel Noachs (in der Abstammungslinie über Noachs Sohn Ham und dessen Sohn Kusch). Nach der biblischen Erzählung im 1. Mose (Genesis) 10:8-10 und in 1. Chronik 1:10 war Nimrod „der Erste, der Macht gewann auf Erden“, also der erste Mensch, der zur Königswürde gelangte. Er wird außerdem als „gewaltiger Jäger vor dem Herrn“ charakterisiert.
 
Der Bibel zufolge führte Nimrod vom Kerngebiet seines Reiches, „Babel, Erech, Akkad und Kalne im Land Schinar“ (1.Mose 10:10), Eroberungszüge „nach Assur aus und erbaute Ninive, Rehobot-Ir, Kelach sowie Resen zwischen Ninive und Kelach“ (1. Mose 10:11–12).
 
Der Prophet Micha setzt Nimrod mit dem "Land Assur" gleich (Mi 5,5).
 
Der hebräische Name Nimrod im Deutschen wiedergegeben bedeutet der Widerstreitende oder der sich Empörende und passt zur überlieferten Charakterisierung eines Herrschers, der Autorität, unabhängig vom Walten Gottes, an sich gerissen hat.
 
JÜDISCHE TRADITION
Nach jüdischer Überlieferung war Nimrod der Gründer des assyrischen und babylonischen Reiches. Nach ihm soll die Stadt Nimrud am Tigris benannt worden sein. Nimrod gilt gewöhnlich als derjenige, der den Bau des Turmes von Babel anregte. Die Frau des Nimrod ist in der rabbinischen Tradition Semiramis. (oder auch hier: Semiramis)
 
NIMROD IM ISLAM
Der islamischen Überlieferung zufolge war Namrūd ibn Kan'ān ein tyrannischer Herrscher, der sich als Gott verehren ließ. Um Allah zu stürzen, baute er einen Turm. Allah ließ eine Fliege durch die Nase in seinen Kopf (Stirnhöhle) fliegen. So wurde Namrūd 40 Tage gequält, bis er starb. Im Koran wird er nicht genannt. In der Sure al-Anbiya (21:68-69) wird angenommen, dass er es war, der Ibrahim (den biblischen Abraham) ins Feuer werfen ließ, der aber durch ein Wunder gerettet wurde. (Hier der Bericht darüber...)
 
NIMROD IN DER UNGARISCHEN ÜBERLIEFERUNG
In der ungarischen Mythologie wird Nimrod als Vater von Hunor und Magor, den mythischen Urvätern der Stämme der Hunnen und Magyaren (Ungarn) angesehen. Inwieweit es sich hierbei um eine Adaption des biblisch-orientalischen Nimrod-Mythos handelt oder ob eigenständige Traditionen östlicher Steppenvölker hier nur mit einer Figur desselben Namens identifiziert werden, ist letztlich ungeklärt.
 
Diesen eurasischen Nimrodlegenden folgend leiten Ungarn und Bulgaren die Abstammung ihrer Völker bis heute von einer „Nimrod“ (auch Nimrud, Ménrót) genannten Sagengestalt ab. Die Söhne Nimrods, Hunor und Magor, gelten danach als die ersten Hunnen und Magyaren, somit sind Hunnen und Ungarn vom selben Geschlecht (siehe Hunor und Magor und Gesta Hungarorum). Der Hunnenkönig Attila, den die ungarische Überlieferung als ersten ungarischen König im Karpatenbecken ansieht, trägt alten Chroniken zufolge den Titel: „Attila, Sohn von Bendegus, Enkel des Großen Nimrods, der in Engadi erzogen wurde, von Gottes Gnaden König der Hunnen, Mäden, Goten und Dänen, Schrecken der Menschheit und Gottesgeißel“. Die ungarische Volkstradition kennt Nimrod auch als „Riesen“, der in zahlreichen ungarischen Volksmärchen auftaucht.
 
NIMROD ALS NAMENSGEBER
Nimrod gilt als der Gründer von Urfa, die Zitadelle trägt den Beinamen „Nimrods Thron“. Auch Birs Nimrud (Borsippa) und die Ruinenstadt Nimrud (bibl. Kalach, Kelach, assyr. Kalchu, Kalne oder Chalne, heute Kalah) wurden in der Neuzeit nach dem mythischen Helden benannt.
 
Den Namen Nimrods tragen auch zwei Berge in der heutigen Türkei, nämlich der Nemrut Dağı im Taurusgebirge in der Südosttürkei nordöstlich von Adıyaman, auf dessen 2100 m hohen Plateau sich ein zum Weltkulturerbe gehörendes antikes Heiligtum befindet, und der heute ruhende Vulkan Nemrut bei Tatvan im äußersten Osten des Landes am Vansee. Überhaupt führte man im Orient viele riesenhafte Bauwerke, deren Errichtung die Kräfte normaler Menschen nach allgemeiner Ansicht überstiegen hätte, auf Nimrod zurück, ähnlich wie im Okzident Riesen oder Hünen als sagenhafte Urheber derartiger Bauten bekannt sind.
 
Auch die mittelalterliche Nimrodsburg auf einem Felsen im Golan trägt seinen Namen. Einer lokalen Tradition zufolge soll König Nimrod auf dem Felsen residiert haben, auf dem die Ayyubiden dann die Burg errichteten.
 
HISTORISCHES
Der Kirchenhistoriker Epiphanios Scholastikos (6. Jh.) bezeichnete Nimrod als den Erfinder der Magie, der Astrologie und der Pharmazie.
 
In Dantes Göttlicher Komödie (1307–1321) tritt Nimrod im XXXI. Gesang als einer der turmhohen Riesen auf, die den Höllengrund bewachen; er wird für die Babylonische Sprachverwirrung verantwortlich gemacht und redet in wirren, unverständlichen Sätzen eine teuflische Sprache der Konfusion: „Raphel maì amecche zabì almi“ (Vers 67).
 
Martin Luther bezieht sich auf die traditionelle Charakterisierung Nimrods als "gottloser Herrscher" und vergleicht das Papsttum in De captivitate Babylonica ecclesiae, praeludium mit der "Herrschaft Nimrods, des gewaltigen Jägers".
 
Der humanistische Staatstheoretiker Jean Bodin (1530–1596) sah Nimrod unter Bezugnahme auf Gratian als den ersten despotischen König der Weltgeschichte an (Sechs Bücher über die Republik, Buch 2,2). Die Gründung der menschlichen Gesellschaft und die Schaffung der Gesetzgebung sei zuerst durch Kain, nach der Flut durch Nimrod, „den viele Ninus nennen“ (4,1), erfolgt. Er habe sich durch Gewaltanwendung zum Herrscher von Assyrien gemacht. Sein Name bedeute „schrecklicher und mächtiger Herr“.
 
IDENDIFIKATION
In der modernen Altorientalistik gibt es unterschiedliche Deutungsversuche.
Der britische Assyriologe George Smith (1840–1876) identifizierte Nimrod mit dem sumerischen Sagenkönig Gilgamesch;
Archibald Henry Sayce
(1845–1933) betrachtete ihn als Verkörperung des Gottes Marduk.
Nach Ephraim Avigdor Speiser (1902–1965) lebt in der Figur die Erinnerung an Tukulti-Ninurta I. (1244–1208 v. Chr.) fort, der auch mit Ninus, dem sagenhaften Gründer von Ninive, identifiziert wird.
Wolfram von Soden
(1908–1996) sieht in dem biblischen Nimrod den sumerischen Gottkönig Ninurta.
 
Der israelische Bibelwissenschaftler Yigal Levin vermutet in dem Namen Nimrods eine Erinnerung an Naram-Sîn (2260–2223 v. Chr.), den Großkönig des Reiches von Akkad. Die biblische Beschreibung Nimrods als ersten Herrscher der Weltgeschichte enthalte allerdings auch Reminiszenzen an dessen Großvater Sargon (ca. 2324/34 – 2279 v. Chr.), den Gründer der Dynastie von Akkade und des ersten zentral verwalteten Territorialstaates der mesopotamischen Geschichte. Außerdem spiegeln sich nach Levins Ansicht in der Figur des Nimrod auch Reflexe der Geschichte des neuassyrischen Reiches vom 9. bis 7. Jahrhundert. Ähnlich argumentiert der Altorientalist Peter Machinist, der aber zusätzlich - nicht sehr überzeugend - in der Figur des biblischen Helden auch einen Nachhall der neubabylonischen Expansion zu erkennen glaubt.
Alexander Hislop setzt in seinem Buch The Two Babylons König Nimrod gleich mit dem babylonischen Gott Tammuz. Demnach besagt die religiöse Überlieferung, daß Nimrod wegen seines rebellischen Widerstandes gegen den Gott Noahs (Jehova oder Jahwe), hingerichtet worden sei. Nimrods Anhänger betrachteten seinen gewaltsamen Tod als ein Unglück und machten ihn zu einem Gott, dessen Götzenbild sie stets am ersten oder zweiten Tag des Mondmonats Tammuz beweinten.
 
DES GRIFFIN: "WER REGIERT DIE WELT?"
 
Nach der Sintflut wußte jeder Mensch, was von Gott zu erwarten war. Zunächst lebten alle in Furcht, Böses zu tun. Aus der Geschichtsschreibung wissen wir, daß »die Menschen lange Zeit unter Jehovas Herrschaft lebten, ohne daß Städte oder Gesetze nötig waren, und sie hatten alle dieselbe Sprache. Dann breitete sich Zwietracht aus«. Eine opponierende Gruppe bildete sich, sie gewann Einfluß und verließ schließlich die Gegend des Araratgebirges, auf dessen höchsten Gipfel die Arche gelandet war. »Es hatte aber die ganze Erde die gleiche Sprache und die gleichen Worte. Als sie im Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinear und ließen sich dort nieder.« Schinear - heute unter dem Namen Alt-Babylon bekannt - war ein überaus fruchtbares Land, in dem keinerlei Mangel zu befürchten war.
 
Dieses Volk hätte unter Gottes Gesetzen und im ursprünglichen Uberfluß in Glück und Frieden weiterleben können. Statt dessen entschied es sich, dem verderblichen Beispiel Adams und Evas zu folgen und »das zu tun, was ihm gut dünkt« - was katastrophale Folgen hatte.
 
Obwohl das Land weiterhin fruchtbar blieb und Wohlstand gewährte, vermehrten sich die wildlebenden Tiere viel schneller als die Menschen, von denen bald viele in Todesfurcht vor den Raubtieren lebten.
 
Dies war Nimrods Stunde, der in dieser kritischen Situation als »Retter« der verschreckten Bevölkerung auftrat. Dieser Sohn Kuschs war ein hünenhafter' schwarzer Mann, als der »gewaltige Jäger« bekannt und wegen seiner Stärke berühmt. Er befreite die Erdbevölkerung von ihrer Furcht vor den wilden Tieren und wurde daraufhin zu ihrem Führer.
 
HISLOP: SIE NANNTEN IHN BEFREIER UND ERLÖSER
 
Der Historiker Alexander Hislop schreibt in seinem Buch »Die beiden Babylons«: »Das erstaunliche Ausmaß der Verehrung, die diesem Mann entgegengebracht wurde, beweist, daß er einen sehr außergewöhnlichen Charakter gehabt haben muß; es steht außer Zweifel, daß er zu seinen Lebzeiten unerhört populär war. Obwohl er sich zum König ernannte, dadurch das bis dahin herrschende Prinzip der Herrschaft des Ältesten brach und die Freiheiten der Menschheit beschnitt, waren die meisten Menschen der Ansicht, er habe ihnen so viel Gutes erwiesen, daß der Verlust ihrer Freiheiten dagegen als unbedeutend einzustufen sei. Sie überhäuften ihn mit Ruhm und Ehren. Als er in Erscheinung trat, müssen die wilden Tiere derartige Verwüstungen über die verstreut und nomadenhaft lebende Erdbevölkerung gebracht haben, daß sie überwiegend in Angst und Schrecken lebten.
 
Nimrods Heldentaten als Jäger müssen ihm den Ruf eines herausragenden Wohltäters der Menschheit eingetragen haben.
 
Dieser Ruf ebenso wie die von ihm ausgebildeten Jägerbanden erwarb ihm seine Macht, die er später festigte. Durch die Zusammenziehung von Menschen in befestigten Städten tat er noch mehr für die Sicherheit; jetzt konnten sie auch ihre früher notwendige Alarmbereitschaft aufgeben. Innerhalb der Befestigungsanlagen waren von den Raubtieren keine Gefahr mehr zu befürchten. Die Menschen fühlten sich Nimrod zu großer Dankbarkeit verpflichtet. Es nimmt nicht Wunder, daß der Name des >gewaltigen Jägers<, der zugleich der erste >Gott der Festungen< war, berühmt wurde.
 
Hätte es nur diesen Grund für sein Ansehen gegeben, wäre alles gut gewesen. Aber Nimrod war mit seinen Erfolgen nicht zufrieden und ging nun daran, die Menschen von ihrer Furcht Gottes, die der Anfang der Weisheit ist und allein zu wahrem Glück führt, zu emanzipieren. Für dieses Unterfangen scheint er als einen der Ehrentitel, die die Menschen ihm gaben, den Namen >Befreier< oder >Erlöser< erhalten zu haben.«
 
Hislop fährt fort: »Von frühester Zeit an bezeugen alle Überlieferungen den Abfall Nimrod sowie einen erfolgreichen Versuch, die Menschen vom patriarchalischen Glauben abzubringen und sie von der Gottesachtung und der Furcht des himmlischen Gerichts zu befreien, die ihnen innewohnte, solange die Erinnerung an die Sintflut noch frisch war. Wenn man alle Faktoren menschlicher Entartung berücksichtigt, war dieser letzte Punkt zweifellos ein herausragendes Merkmal seines Ruhms; denn die Menschen werden jedem nur zu bereitwillig folgen, der irgendeiner Lehre den geringsten Anschein von Glaubwürdigkeit geben kann, die besagt, daß sie des Glücks sicher sein können, obwohl ihre Herzen und ihre Natur sich nicht geändert haben und sie ohne Gott in der Welt leben. Dadurch, daß er den Abfall von Gott herbeiführte, daß er seinen Anhängern ein freies Leben ermöglichte, und daß er sie der heiligen Einflüsse beraubte, durch die ihr Leben bis dahin mehr oder weniger kontrolliert worden war, half er ihnen, Gott und die strikte Geistlichkeit seines Gesetzes beiseitezustellen. Die Menschen fühlten und handelten, als sei der Himmel weit von der Erde entfernt und als könne der Gott des Himmels >nicht durch die dunkle Wolke sehen< beziehungsweise als betrachte er die Brecher seines Gesetzes nicht mit Mißfallen. Alle hatten jetzt das Gefühl, als könnten sie tief durchatmen und frei ihrer Wege ziehen. Dafür achteten sie Nimrod natürlich als großen Wohltäter.
 
Nimrod war gegen den Herrn
 
Aufgrund des Systems, das sich auf Nimrods Veranlassung durchsetzte, begannen die Menschen zu glauben, daß eine wirkliche, von Herzen kommende geistige Veränderung nicht erforderlich war, und daß zu einer Wiedergeburt rein äußerliche Mittel genügten. Nimrod brachte sie so weit, daß sie ihr Wohl hauptsächlich im Fleischlichen suchten, und er zeigte ihnen, wie sie die Lust der Sünde genießen könnten, ohne den Zorn des heiligen Gottes befürchten zu müssen. Bei seinen verschiedenen Jagdzügen war er immer von Scharen von Frauen begleitet; durch Musik und Lieder, Spiele und Orgien - alles, was die natürlichen Bedürfnisse befriedigte - gewann er die Gunst der Menge.«
 
Alles, was Nimrod tat, erschien den meisten seiner Zeitgenossen schlechthin als großartig, da sie die Gesetze ihrer Natur gemäß haßten und den Weg des geringsten Widerstandes bevorzugten. Sie wollten »leben« und »nach ihrem eigenen Gutdünken handeln «. Sie sagten:
 
1. Mose (Genesis) 11:4
». . . laßt uns eine Stadt bauen und einen Turm, der bis zum Himmel reicht; wir wollen uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen«.
 
Sie schützten sich nicht nur vor den wilden Tieren, indem sie eine mit Ringmauer umgebene Stadt bauten, sondern erhoben Anspruch auf und verliehen sich eine eigene Autorität - »wir wollen uns einen Namen machen «. Es sollte ein Zentrum menschlicher Autorität errichtet werden, in dem der Notwendigkeit, Gott gehorsam zu sein, keiner Erwähnung zu tun sei. Nimrod war ihr Herr. Sie machten sich daran, einen Turm zu bauen, »der bis zum Himmel reichen « sollte. Mit einem so hohen Turm konnten sie nach ihrem eigenen Gutdünken verfahren, Gott mißachten und dennoch vor einer Strafe, die die früheren Erdbewohner hatte ertrinken lassen, sicher sein.
 
Nimrods Macht wuchs immer mehr, aber das den Menschen eingeborene Verlangen nach Anbetung war noch zu befriedigen. So setzte er sich selbst als Priester dessen ein, was die Menschen verehrten, um sie noch besser in den Griff zu bekommen. Nach und nach nahm er die Position des wahren Gottes ein. Die Bibel sagt: »Nimrod war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn.«
 
Wessen Verehrung wandten sich die Leute zu, als sie ihren Schöpfer zurückgewiesen hatten? Es heißt, »sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit dem Abbild von Gewürm«.
 
SONNENKULT ALS SATANSKULT
 
Sie entsannen sich der Schlange im Garten Eden (des Menschen Feind) und sie hielten sie in Ehren, denn hatten sie nicht ihre Erkenntnis vom Guten und Bösen durch die Schlange erlangt? Die Schlange hatte sie zu nichts gezwungen. So kam es, daß die Schlange (Satan) zuletzt als Erleuchter (Illuminator) der Menschheit verehrt und angebetet wurde.
 
Auch die Sonne wurde zu einem bevorzugten Gegenstand der Anbetung, denn sie spendete Licht und Wärme. Diese beiden Illuminatoren wurden miteinander verknüpft - die Schlange war der Illuminator der geistigen Welt, die Sonne der Illuminator der weltlichen. Eines der am häufigsten vorkommenden Symbole der Sonne oder des Sonnengottes ist eine Scheibe, um die sich eine Schlange windet. Die Schlange wird weltweit als Symbol für die Sonne anerkannt.
 
In Offenbarung 12:9 wird Satan eindeutig als Schlange identifiziert: Sonnenkult ist Satanskult. In arglistiger Täuschung assoziierte Satan sich mit bestimmten Gegenständen, die von den Menschen verehrt wurden, und lenkte so die Kulthandlungen auf sich.
 
»Obwohl sie Gott erkannten, vertauschten sie die Herrlichkeit des Unvergänglichen mit dem Abbild der Gestalt vom vergänglichen Menschen und Gewürm und verehrten die Kreatur mehr als den Schöpfer« (Römer, 1:21 bis 1,25).
 
Dies waren also einige der falschen Glaubens Vorstellungen, zu denen Nimrods Zeitgenossen, die den wahren Schöpfergott nicht verehren wollten, verleitet wurden. Es waren die Glaubensvorstellungen, die Nimrod verbreiten ließ und die ihm noch mehr Macht über die Menschen einräumten. Er wurde Priester des Sonnengottes, Bolkhan, das heißt der Priester von Baal. Er war also der Priester der Teufelsverehrung.
 
Nimrod war maßlos ehrgeizig. Es ist geschichtlich belegt, daß er alle Länder von Babylon bis Libyen, als einen großen Teil der damals bekannten Welt, eroberte. Er war der erste Herrscher, der eine Armee formte und wirtschaftliche, bürgerliche und soziale Ordnung errichtete. Allen eroberten Völkern zwang er seine satanische Religion auf. Bald errangen seine heidnischen Lehren in allen Völkern der Erde die Vorherrschaft.
 
Allerdings ließen sich nicht alle Menschen von Nimrod und seinen falschen Lehren blenden. Es gab immer solche, die wie Noah fest standen und den wahren Gott verehrten. In Wilkinsons »Ägyptern« lesen wir, daß Sem, einer von Noahs Söhnen, von einer Gruppe Ägypter unterstützt wurde, um Nimrod zu stürzen.
 
Als dieser ermordet war, wurde sein Körper zerstückelt und jeder Teil in viele Städte der bekannten Welt gesandt als schreckliche Warnung für jeden, der »handelt, wie Osiris (Nimrod) handelte: er würde dasselbe Schicksal erleiden und zerstükkelt werden«
 
Gehorsam gegenüber der Hierarchie
 
Wer meint, Nimrods Tod habe das Ende der Heidenverehrung mit sich gebracht, täuscht sich. Die Warnung vor dem Heidentum hatte jedoch eine starke Auswirkung auf Möchtegern- Renegaten. Wenn ein so mächtiger Herrscher wie Nimrod auf so schreckliche Weise ums Leben kommen konnte, war es sehr wohl möglich, daß ihnen dasselbe Schicksal widerfuhr, wenn es bekannt wurde, daß sie dieselben Gegenstände - Götzenbilder - anbeteten. Sie hatten Angst, Götzendienste zu leisten, obgleich sie es gern getan hätten. Es ist leicht einzusehen, daß der »Götzendienst, falls er weiterbestehen und sich gar weiterentwickeln sollte, notwendigerweise im Geheimen operieren mußte. Unter diesen Umständen begann zweifellos das >Mysterium<, das von Babylon die Welt eroberte «.
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Diese »Mysterien« waren der Deckmantel, unter dem die verbotenen Gegenstände der Verehrung durch andere Dinge ersetzt wurden. Wer neu in die »Mysterien« eingeweiht wurde, wußte bald, daß er in Wirklichkeit die verbotene Sonne oder Schlange anbetete, wenn er die neuen Symbole verehrte; Außenstehende wußten das aber nicht. Das Ganze war für sie ein »Mysterium«. Nach Hislop hatten diese »Mysterien« zum Ziel, »alle Menschen in blindem und absolutem Gehorsam gegenüber einer Hierarchie zu halten, die den Monarchen von Babylon Untertan war«.
 
Den größten Nutzen aus diesen »Mysterien« zog Semiramis, Nimrods verkommene Frau. »Es ist bekannt, daß sie dem Volk ihre entarteten, verdorbenen Ideen einimpfte. Die schöne, aber unbeherrschte Königin von Babylon war nicht nur ein Muster zügelloser Lust und Ausschweifung, sondern wurde auch in den Mysterien, auf deren Gestaltung sie entscheidenden Einfluß hatte, als Rhea, die große >Göttermutter< verehrt; es gab Riten, die sie mit Venus, der Mutter aller Unanständigkeit, identifizierten.«
 
Inspiriert von ihrem wahren Meister Satan, wob Semiramis ein kompliziertes Muster heidnischer Verehrung, das die Bevölkerung in Bann hielt. Es ist wichtig festzuhalten, daß nicht alle ihre Lehren irrig waren. Viele beruhten auf Wahrheit, waren aber höchst geschickt so verdreht worden, daß sie die Aufmerksamkeit der Leute vom Schöpfergott ab- und auf Semiramis und ihre babylonischen Mysterien hinlenkte. Daß sie und ihre Genossen außerordentlich erfolgreich waren, steht außer Frage. Das ganze System profitierte von allen niedrigeren menschlichen Trieben - eine bombensichere »Erfolg«formel für jede Unternehmung.
 
Später fielen selbst die zwölf Stämme Israels den babylonischen Mysterien zum Opfer. Im Buch der Richter heißt es:
 
Richter 2:13
»Sie verließen Gott, um Baal und Astarte zu dienen.«
 
Jeremia 32:34
»Haben sie doch sogar ihre Scheusale in dem Haus aufgestellt, das nach meinem (Gottes) Namen benannt ist, um es zu beschmutzen, und sie haben die Baalshöhen erbaut«, um ihre heidnischen Götzendienste feiern zu können.
 
Urfa (Türkei)
Als Gründer der Stadt (Urfa) nennt Ephraim der Syrer, der Orhay mit dem biblischen Erech gleichsetzt, den assyrischen König Nimrod. Dies wird unter anderem durch Isidor von Sevilla aufgegriffen. Jakob von Edessa setzte Nimrod dann mit Ninos, dem Sohn des Belos gleich, der bei Diodor als der Gründer Ninivehs erwähnt wird. Zwei 17 Meter hohe Säulen mit korinthischen Kapitellen auf dem Zitadellenberg Urfas werden im Volksmund Thron des Nimrod genannt. Bar Hebraeus nennt Henoch, „den die Griechen Hermes Trismegistos nennen“, als Gründer der Stadt. Nach anderer syrischer Tradition wurde Urfa durch Orhay, den Sohn der Schlange (Hewya) gegründet.
Quelle: Wikipedia
 
http://www.meyer-schodder.de/meyer/intkal/akitu.htm
 
http://www.findtube.de/cgi-bin/web_Sumerische_any_0_de_500.html
 
http://www.nemrud.nl/de/hs_tekst2.php
 
http://www.theologische-links.de/downloads/archaeologie/nimrud_layard_funde.html
 
http://www.morija.de/noahs-berg/html/08-babylons-helden.html
 
Statuen, Reliefs in Nimrud: http://www.gardnerian.de/wbb2/print.php?threadid=3830&page=1&sid=227302e398c51836ac9e79d3660c4bd7
 
Sanherib der Große - Babylon ... siehe auch pdf
„Die Stadt Babylon und die Häuser vom Fundament bis zu ihren Zinnen zerstörte ich, riss ich nieder, verbrannte ich mit Feuer. Von der inneren Mauer und der Aussenmauer, von den Tempeln, von der Zikkurat des Marduk riss ich die Ziegel und Erde, soviel da war, heraus und warf sie in den Tigris. Inmitten dieser Stadt grub ich Kanäle und ebnete ihre Fläche durch Wasser ein. Die Struktur ihrer Fundamente zerstörte ich und verwüstete sie mehr als eine Sintflut. Damit in der Zukunft der Standort dieser Stadt und der Gotteshäuser nicht mehr zu identifizieren sei, löste ich sie in Wasser auf, vernichtete sie wie Schwemmland, indem ich den grossen Fluss über diese Stadt fließen liess.“

http://bethnahrin.de/wp-content/uploads/2011/10/Sanherib-der-Gro%C3%9Fe.pdf

 
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